Eine weltweite Pandemie durchkreuzt die Flitterwochenpläne von John und Sara und die beiden stranden im berühmten Hollywood Roosevelt Hotel in LA. Wegen des Lockdowns können sie nicht weiterreisen und sind die einzigen Gäste - versorgt von nur zwei Hausangestellten. Langsam wirkt sich die Einsamkeit auf die Psyche der beiden aus, sie beginnen komische Dinge im Hotel zu sehen bis sie schließlich realisieren: Die Pandemie ist ihr geringstes Problem!
Zum Thema Pandemie äußere ich mich besser nicht, da habe ich sicher eine etwas andere Wahrnehmung als viele andere. Die Grundidee, als einzige Gäste deswegen in diesem Hotel festzusitzen ist jedenfalls nicht schlecht, hätte aber an manchen Stellen etwas mehr Tempo gebraucht.
Der Anfang ist etwas zu lang geraten. Charakterzeichnung hin oder her, aber dass das Pärchen sich auf Dauer langweilt, hätte man nicht in aller Ausführlichkeit zeigen müssen.
Etwa nach 30 Minuten gewinnt der Streifen allerdings an Qualität, zumal der Zuschauer komplett im Dunkeln tappt und auch nicht weiß, ob das Gesehene jetzt real ist oder es sich nur im Kopf der beiden abspielt, die durch das eingesperrt sein, den Verstand verlieren
Das Finale empfand ich dann als sehr gelungen und auch das Ende passte dazu. Die Schauspieler liefern solide Darstellungen ab. Lediglich der Concierge spielt über dem Durchschnitt, zumal sein Charakter auch schwer durchschaubar ist
Erstaunlicherweise kommt der Film auf Seiten wie imdb ziemlich schlecht weg, während professionelle Kritiker ihn meist positiv bewerten und er auch für diverse Preise nominiert war und auch einige gewonnen hat.
Fazit: Wenn man die erste halbe Stunde überstanden hat, die man hätte etwas kürzen können, finde ich, dass SHELTER durchaus sehenswert ist. Insbesondere was es mit dem Zimmermädchen auf sich hat, bleibt lange im Unklaren und wird erst spät aufgelöst.