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"Papillon" ist für die Zeit, in der er gedreht wurde, immerhin in den frühen 70ern, sehr modern. Die Kameraführung unterscheidet sich kaum von der heutigen, sehr flüssig und teilweise auch recht rasant, wie man an der Szene, in der Papillon (Steve Mcqueen) auf der Insel von den Einheimischen gejagt wird, erkennen kann. Die Schauspielerleistungen, insbesondere natürlich die von Mcqueen und Hoffman sind überragend, genauso wie die die Regie von Schaffner. Mit äußerst intensiven, harten und realistischen Szenen werden dem Zuschauer die harten Regeln und Vorgangsweisen, die in dem Gefängnis herrschen, vor Augen gehalten. Da wird schon mal einer geköpft, dem anderen in den Kopf geschossen usw.. Diese Szenen machen den Film natürlich intensiver und spannender und vor allem hoffnungsloser, da man ganz genau weiß, dass es eigentlich kein Entrinnen von der Insel gibt. Wie auch die zahlreichen Fluchtversuche darlegen. Man sieht auch, wie viel unterschiedliche Menschen es gibt. Ein vermeintlicher Freund verrät einen schon mal, ein Fremder, wie der Leprakranke, entpuppt sich hingegen als Helfer in der Not. Eine der vielen Aussagen des Films, dass man Leute nicht nach dem Äußeren beurteilen soll und das fast jeder auf seinen eigenen Vorteil aus ist. Außerdem sagt der Film wohl aus, dass man niemals aufgeben, einen Freund nicht verraten und man alles versuchen soll, um aus einer schlechten Situation zu kommen. Eigentlich ein perfekter Film, gute Atmosphäre, phantastische Schauspieler, kurzweilige Kameraführung und äußerst schöne Naturaufnahmen! Dazu kommt noch die talentierte Regie! "Papillon" sollte und muss jeder Fan von Filmen gesehen haben, der Ahnung von wirklichen Meisterwerken hat, weil nichts anderes ist er! Phantastisch!!

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