Review
von Leimbacher-Mario
Exotischer Eskapismus
Ausgeschmückt aber basierend auf einer realen Lebensgeschichte erzählt dieser Kriegsklassiker von zwei sehr unterschiedlichen Inhaftierten auf einer exotischen Gefängnisinsel in den 1930ern, die versuchen gegen alle lebensfeindlichen Widerstände zu überleben und später auszubrechen…
Warum ist „Papillon“ (der von Sony leider vertriebstechnisch noch immer nicht auf einem Level mit anderen Klassikern wie „Die Brücke am Kwai“ oder „Lawrence of Arabian“ gesehen wird) dermaßen klar einer meiner Lieblingsfilme? Weil er drei Dinge unfassbar klar auf den Punkt bringt, feiert und verkörpert. Freiheit. Widerstand. Freundschaft. Natürlich spielen auch Zutaten wie Mut, Durchhaltevermögen und Hoffnung eine Rolle. Und mit solchen klar formulierten und fühlbar gemachten Werten, ist „Papillon“ ein herausragendes und immer wieder fesselndes, befreiendes Stück Kinogeschichte. Ein ganz intimes Epos. Meilenweit vor dem unnötigen Remake. Mit zwei meiner All-Time-Star-Favoriten in aufopferungsvoller und charismatischer Topform, mit echten, exotischen Locations, mit keiner Minute zu viel auf den Rippen. Kampf. Kontrolle. Lichtblicke. Wilde Tiere. Lepra oder Lappen. Flucht. Freiheit. Brüderlichkeit. Seelische Standhaftigkeit. Hunger. Schlamm. Urwald. Krabben. Schlangen. Krokodile. Das Monster Mensch. Und dennoch eine Menge Hoffnung. Ein atemberaubendes Abenteuer um Leben und Tod. Hammerfilm!
Fazit: zusammen mit „Great Escape“ und „Shawshank Redemption“ mein liebster Knastausbruchfilm. Und es ist kein Zufall, dass in zwei der drei Steve McQueen dicke Aktien im Spiel hat. „Papillon“ ist der Inbegriff eines perfekten Klassikers!