Handlung:
Anfang der 1930er. Henri Charriere, Papillon genannt, wird wegen Mordes verurteilt und mit etlichen anderen Straftätern aus Frankreich in ein Gefängnis auf der Teufelsinsel in der Strafkolonie Französisch-Guayana verfrachtet.
Papillon, der seine Unschuld beteuert, hat nur ein Ziel: die Flucht. Doch die strengen Regeln, die harte Arbeit und andere widrige Umstände machen das zu einem ziemlich schwierigen Unterfangen.
Meinung:
Der Filmklassiker Papillon war ebenfalls eine langjährige Bildungslücke meinerseits, die ich endlich nachholen konnte.
Das auf einer Autobiographie basierende Drama mit Abenteuer und Thriller Anteilen beschäftigt sich zwar, äusserst spektakulär in Szene gesetzt, auch mit den Fluchtversuchen seines Protagonisten, ist primär aber ein Charakterstück, das einen Menschen gegen ein unmenschliches System stellt.
Andere "Ausbruch aus dem Gefängnis"-Filme mögen da vielleicht einen durchgängigeren Spannungsbogen und mehr "Thrill" haben, doch Papillon ist dafür zutiefst bewegend und menschlich.
Insbesondere die darstellerischen Leistungen von Dustin Hoffmann und allen voran einem herausragenden Steve McQueen tragen genau dazu bei und lassen den Film gegenüber vielen anderen Filmen dieser Art hervorstechen.
Gleiches gilt für die unheimlich dichte Atmosphäre und erstklassige Inszenierung, die die Hitze, die Verzweiflung und das Leid geradezu spürbar machen. Wirklich ein zeitloser Klassiker.
Kurzum:
Bewegendes Drama über den Kampf eines Menschen gegen ein unmenschliches System. Aller erste Sahne.