Review

Nicht geeignet für Kinosäle


Wie ich und meine Buddies von damals wie heute „Jackass Forever“ im Kino verpassen konnten, bleibt mir ein Rätsel. Wäre mir Sicherheit ein grandioser und feuchtfröhlicher Abend geworden. Nun kam ich „immerhin“ in den Genuss der 4.5-Version auf Netflix - die aber in der Tradition der .5er ein ganz neuer Film ist anstatt einem Extended Cut des Kinoerfolgs. Mit zum Teil noch fieseren und würgereflextriggernden Szenen als in dem glaube ich ohnehin schon nicht zimperlichen Kinofilm. 

Härter, aufwändiger, ekliger und nackter denn je - „Jackass 4.5“ zeigt deutlich, dass die bescheuerten Herrschaften zwar sichtbar älter geworden sind - s. Falten, graue Haare, fehlende Zähne und rauere Stimmen - aber kaum ein Stück feiger oder zurückhaltender. Ganz im Gegenteil. Was hier zum Teil an Stunts und Waghalsigkeiten aufgefahren wird, lässt einen immer wieder staunend und ungläubig den Kopf schütteln. Gerade im Vergleich zu früheren Filmen wirkt mittlerweile alles deutlich hochwertiger und doch womöglich noch zügelloser. Sashimi aus den riesigen Speckfalten eines neuen Teammitglieds? Check! Ein Adler piekst Steve-O Schinken vom Damm? Check! Elektrische Aale? Check! Penis-Ping Pong? Check! Explodierende Dixieklos und Covid-Sicherheitsbesprechungen? Check! Gerade auch das Thema Corona und die damit einhergehenden Herausforderungen kommen nicht zu kurz - arten dann aber immer schnell aus in Chaos, Gelächter und Wahnsinn. Wie passend - denn kaum eine andere Crew könnte den abgefuckten letzten zwei Jahren genüsslicher den Mittelfinger zeigen und uns Zuschauer gekonnt ablenken! 

Fazit: härter, nackter, fieser - „Jackass 4.5“ ist ein eigenständiger Film und ein weiteres Stuntfest des schlechten Geschmacks! 

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