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Seit wann stirbt man durch einen Schulterschuss, wieso wird ein schlapper Fettsack als Täter verdächtigt, obwohl der Killer seine Opfer immer durch den Wald hetzt und wieso zum Teufel kann ein Brillenträger nach Verlust selbiger Fehlerfrei auf einer engen Straße Autofahren und beim Schießen treffsicher zielen? Dieses sind nur einige der Fragen, die die Handlungslöcher von Reaper reißen und nicht logisch beantwortet werden können. Trotzdem ist Reaper aber kein netter Trash, der unterhält weil er zum lachen ist, sondern schlicht und einfach Zeitverschwendung, aber der Reihe nach.
Luke Sinclair ist Schriftsteller und schreibt über fiktive Serienmörder. Seine Bücher sind so gut, weil er sich durch reine Vorstellungskraft in die Gedankenwelt eines Killers versetzen kann. Dieses untermauert auch seine Theorie, dass jeder Mensch angeborene Tötungsinstinkte hat, einige sie nur besser kontrollieren können als andere. Trotzdem steht er aber unter einem ernormen Druck, denn er muss schon bald ein neues Buch abliefern, hat aber keinerlei Inspiration und so fährt er erst mal in eine Kleinstadt am Meer um sich zu entspannen. Er fängt an zu trinken und wird von komischen Alpträumen geplagt. Natürlich dauert es nicht lange, bis die erste Frauenleiche gefunden wird. Für den Sheriff ist sofort klar, wer der Täter ist, aber Sonya, eine hinzugezogene FBI Expertin ist da anderer Meinung. Ist es der Sheriff selbst, oder doch der Ex-Vergewaltiger, der bei einer Telefongesellschaft arbeitet?
Nun, bei diesem nach „klein-Moriz-klischee-logik-nach-schwarz-weiß-Betrachtung“ gedrehten Film ist dem Genrekenner schnell klar, wer der Killer ist. Sicher kann man dem Film eine gewisse Spannung im Schlussdrittel nicht absprechen, aber die Auflösung des ganzen ist dann doch etwas unglaubwürdig. Auch täuscht alles nicht über den billig Charakter des Films, sowie seine schnarchende Langeweile vom Anfang bis zur Mitte nicht hinweg. Absolut negativ fällt dann auch noch die schon erwähnte klischeehafte Betrachtungsweise der Ereignisse auf. Was bleibt ist also ein bitterer Nachgeschmack und zwei um mehrere cm größer gewordene Augenringe.
Fazit: Schlicht und einfach unspektakulär und langweilig!

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