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Mexiko: Die fünf US-Kids Nat, Milly, Tyler, Tom und Greg klauen am letzten Tag ihres Spring-Break-Trips zwei unbeaufsichtigte Jet-Skis und unternehmen mit den Dingern einen Ausflug aufs offene Meer. Beim Herumsausen kommt es schließlich zu einer Kollision, bei der die Jet-Skis geschrottet werden und Greg sich einen offenen Bruch am Schienbein zuzieht... und weil dieser munter ins Wasser blutet, dauert es natürlich auch nicht lange, bis ein großer, weißer Hai auftaucht, für den die zunehmend panischer werdenden Teenies natürlich leichte Beute sind... Dieser britische Genre-Streifen - der allerdings 'ne US-Herkunft vorgaukelt und hierzulande dank Synchro auch nicht von einer amerikanischen Produktion zu unterscheiden ist - liefert einem die x-te, weitestgehend einfallslose Variante von "Open Water" und "The Shallows - Gefahr aus der Tiefe", lässt den abgetakelten Haifisch-Horror mit (vermeintlich) realistischem Anstrich aber zumindest in einer einigermaßen ansprechenden Optik daherkommen, so dass man das Ganze zumindest nicht auf reinstem The Asylum-Trashfilm-Niveau verortet: Die Weite des Meeres wird da allemal in recht ansprechenden Bildern eingefangen und einige Drohnen-Shots sorgen trotz niedriger Production-Values für die Anmutung von Wertigkeit. Akzeptabel sind da auch die Szenen mit dem Hai geraten, die zu etwa 80% ganz passabel hingetrickst wurden. Lediglich einige wenige kurze Momente, in denen der Raubfisch kräftig zubeißt und mit den nervigen Teenie-Bratzen im selben Bild interagiert, sehen augenscheinlich fake aus und wecken Erinnerungen an die alte Videotheken-Scheisse "Shark Attack III"... okay, ganz so schlimm wie der ist "Shark Bait" unterm Strich zwar zum Glück nicht geworden, aber trotzdem sei mal die Frage gestattet, wer sich nun den, ähm, wahrscheinlich 287sten Haifisch-Streifen auch noch ansehen soll, zumal Regisseur James Nunn - eigentlich eher Fachmann für billige DtV-Actioner mit Scott Adkins, aber zu Beginn seiner Karriere auch verantwortlich für den zumindest interessanten Scharfschützen-Streifen "Tower Block" - irgendwie nix einfällt, um das Ganze ein wenig von der Konkurrenz abzuheben. An depperten Situationen (womit im Prinzip sogar die Prämisse des kompletten Films gemeint sein könnte!) und unsinnigen Handlungen der Figuren herrscht hier wieder mal kein Mangel und man fragt sich doch glatt, worüber man sich hier mehr ärgern soll: Die Abgegriffenheit der Handlung oder den endlos in die Länge gezogenen Schluss ohne jeden Knalleffekt? Da nützt es dann auch nichts, dass "Shark Bait" in zwei, drei kurzen Splatter-Momenten überraschend blutig geraten ist. Fazit: Nicht gänzlich der Bodensatz des Tierhorror-Genres, aber bestenfalls doch nur als Fischfutter zu gebrauchen...

4/10

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