Review

Fünf dödelige Twens finden es supercool, an ihrem Tag an der mexikanischen Küste, wo sie Spring Break gefeiert haben, noch zwei Jetski zu klauen. Sie wollen ja nur ein bisschen Spaß haben. Doch dieser Spaß endet in einem Unfall und auf der Speisekarte eines weißen Hais.


Das gute an Final Girls ist, dass sie nicht saufen, nicht tanzen, nicht vögeln, nicht klauen, sympathisch sind und eigentlich gar nicht wissen, weshalb sie beim Spring Break sind, denn so sind sie unter saufenden, klauenden, unsympathischen Nichtsnutzen mit dummen Ideen im leeren Kopf leicht auszumachen. Das schlechte an Final Girls ist, dass sie so leicht auszumachen sind, zumindest für diesen Hai.

Und dieser Hai ist neben der Kameraarbeit so ziemlich das Beste an diesem Hai-Quark. Nun sind ja leider ganz, ganz viele Hai-Filme Quark (und wohl mein guilty pleasure), aber im Gegensatz zu vielen anderen mufft der hier wenigstens nicht schimmlig. Wohlschmeckend geht aber auch anders.


Nachdem man also die beiden Jetskis geklaut und voller trunkenem Übermut einen saftigen Unfall nebst Personenschaden gebaut hat, treibt man manövrierunfähig nur noch mit einem Gefährt mit Motorschaden auf dem Meer, da das andere gesunken ist. Die Küste ist in noch in ferner Sichtweite und drei der fünf Twens können ordentlich schwimmen. Aber der Film wäre wohl zu schnell vorbei gewesen, wenn die besagten Drei nun das schwimmende Gefährt per Muskelkraft Richtung Küste bugsiert hätten, natürlich abwechselnd wegen der Entfernung. Ein Hai war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Sicht. Aber stattdessen lässt man den verletzten Kumpel bluten und treibt wissentlich weiter auf's offene Meer hinaus und hofft, dass irgendwer sie schon vermissen wird.

Auf dem weiteren Weg zum Hai-Buffet streitet man sich noch etwas, packt Geheimnisse aus, versucht es mit Handyempfang und dümpelt so herum. Man hat ja nichts zu tun, als auf Rettung zu warten.

Dann kommt Freund Hai, nimmt einen kleinen Snack und man hofft, dass die Geschichte nun etwas Fahrt aufnimmt, doch nun dümpelt man erst recht herum. Und das ist die große Crux an diesem Streifen, er dümpelt nämlich auch lange Zeit herum und verplempert viel Laufzeit für paddeln, fahren, warten in gefühlt viel zu langen Sequenzen.

Erst im letzten Drittel schaltet James Nunn mal etwas hoch, wobei er uns mit seinem toughen Final Girl dann erst so richtig Quark auftischt. Ist ja auch allgemein bekannt, dass ein großer Weißer direkt vor dem Zubeißen das Köpfchen aus dem Wasser streckt, um sein freundliches Lächeln zu zeigen. Damit hat die fitte Dame natürlich gerechnet, schnellt ebenfalls hoch und... Nope, ich spoilere nicht weiter, aber es ist auch noch genug Quark für alle da.

Immerhin sorgt eine Leiche für etwas Abwechslung, Treibholz wird halbwegs sinnvoll eingesetzt, ebenso eine Schwimmweste.


Gleiches gilt auch für die Kamera, die ein paar hübsche Aufnahmen von unten zeigt und auch sonst ordentlich arbeitet und für einen ansprechenden Look sorgt. Der Score bleibt unauffällig, die Darstellenden reißen nichts und sind weitgehend austauschbar. Dafür sieht der Hai echt gut aus. Da ist sicher ein guter Teil des ansonsten wohl überschaubaren Budgets hin geflossen.


Unlogischer, aber visuell ansprechender Hochsee-Thriller mit gut aussehendem Hai. Das Fischfutter ist dagegen eher unbrauchbar und Logik und sinnvolle Handlungen hatten beim Dreh gerade keine Zeit. Für Hai-Fans gut schaubar, aber kein Hailight (sorry, der gehört einfach dazu).

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