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Denkt man an Pixars Klassiker „Toy Story“ (1995), denkt man auch an die Figur des Buzz Lightyear. Andys neues Spielzeug ist eben jene Actionfigur und diese basiert, wie man es aus manchem Spielzeugregal kennt, auf einem Film. Und diesen Film hat Pixar nun nachgereicht, ein nach der Hauptfigur benanntes Weltraumabenteuer.

In diesem stranden der Space Ranger Lightyear und seine Crew auf einem unbekannten Planeten. Die Versuche, mittels eines neuen Hyperantriebtreibstoff von dort wegzukommen scheitern wieder und wieder. Und während all dieser Tests nimmt sich das von Jason Headley und Angus MacLane verfasste Skript mit einer immer wieder erstaunlichen Leichtigkeit dem Thema der Vergänglichkeit an und dem, was es heißt, sein Leben mit Leben zu füllen. Quasi im Vorbeigehen baut es so ein emotionales Konstrukt auf und formt die Charaktere. Das ist eine tolle Schreibe, die im Ton auch einen grundsätzlich erwachsenen Anstrich bekommen hat.

Der Humor funktioniert besonders in der ersten Hälfte ausnehmend gut, insbesondere der Running Gag mit den Lianen hat es mir angetan. Aber auch die Roboterkatze Sox oder mancher Spruch der Figuren trägt dazu bei.
Die zweite Hälfte ist dann insgesamt die schwächere. Sowohl der Hintergrund der Schurkenfigur Zurg, als auch die Dramaturgie rutschen in schon oft beackerte Gefilde ab und bedienen sich bekannter Mechanismen und Figurenentwicklungen. Dies schafft der Film dann auch nicht durch manch temporeiche Einlage zu überspielen.

Der Score von Michael Giacchino ist gelungen und bietet ein paar hörenswerte Tonfolgen, optisch ist „Lightyear“ ebenso ansehnlich. Ebenso zu sehen gibt es natürlich auch einige Anspielungen auf diverse Klassiker von „Star Wars“ bis „2001“, mal mehr, mal weniger subtil eingebaut. Wird gerne mitgenommen und passt hier zum Spin Off-immanenten Franchise-Gedanken.

Pixars Ableger der Toy Story-Reihe unterhält gut, insbesondere die erste Hälfte ist ein großer Spaß mit Witz, Gefühl und Tempo. Später gerät er dann leider ins Schlingern, bietet die üblichen Mechanismen und einen recht unterwältigenden Antagonisten. Trotzdem überwiegt das Positive, sodass es wohl nicht bei einer Sichtung bleiben wird.

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