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Kapitän William Bligh muss in einer Militärgerichts- Anhörung erklären, wie es zu der Meuterei auf seinem Schiff, der Bounty kommen konnte. So schildert er, wie er 1787 für seine Mission, Affenbrotbaum- Setzlinge aus Tahiti zu holen, seinen Freund, Offizier Fletcher Christian anheuerte. Weil ihm die Mannschaft nicht so recht gehorchen wollte und er sich nicht richtig durchsetzen konnte, versuchte er besonders streng zu sein. Bligh wendete schwere disziplinäre Strafen an um die Mannschaft zum Gehorsam zu zwingen. Doch damit provozierte er eine Meuterei.

Die Geschichte der Bounty und dem Disput zwischen Captain Bligh und Fletcher Christian dürfte ja hinlänglich bekannt sein und wurde ja schon oft genug filmisch interpretiert. "Die Bounty" reicht dabei zwar nicht an die meiner Meinung beste Vorkriegsversion mit Clark Gable heran, bietet aber trotzdem solide tropische Unterhaltung.
Wir sehen Bligh vor Gericht, bei dem er sich zu rechtfertigen hat und blendet immer entsprechende Passagen ein, wie beispielsweise die gescheiterte erste Umsegelung von Kap Horn, aber auch den brennenden Ehrgeiz und den Disziplinfanatismus des ungeliebten Kapitäns. Der führt mit eisenharter Knute und drakonischen Strafen ein hartes Regiment und ist bei großen Teilen der Crew  logischerweise in etwa so beliebt wie Skorbut und kielholen zusammen. 
Leider wird aber die Person Bligh zu wenig ausgeleuchtet, er ist einfach der grantige Schleifer, aber was ihn zu seinem blinden Ehrgeiz treibt bleibt nebulös. So wird sein Zweikampf mit seinem ehemaligen Freund und ersten Offizier etwas abgeschwächt. Dafür kann die Optik punkten, klar das die Dekszenen nicht auf hoher See gedreht wurden, aber es gibt einige schöne Aufnahmen von außen mit einem Original Segelschiff und auch der Tahiti Ausflug läßt einem auf den nächsten Urlaub freuen (von den barbusigen polynesischen Schönheiten ganz zu schweigen).
Unter den darstellern befindet sich viel Prominenz, neben den schon bekannten Hopkins und Gibson, gibts unter den Nebendarstellern einige Stars vor ihrem Durchbruch, da tummeln sich Daniel Day-Lewis, Leam Neeson und auch Bernhard Hill aus Herr der Ringe. So geht die Bounty auch hier wieder schön bunt unter und Bligh wird am Ende ohne Einschränkung oder Rüge freigesprochen. Einen guten Roman kann halt nix verhunzen.
7/10 

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