Review

Whatever Happened To Nashville, Baby?

In „Torn Hearts“ klingelt ein halbwegs erfolgreiches Sängerinnenduo bei einer legendären Countrylegende an, um sie davon zu überzeugen mit ihnen Songs aufzunehmen und den finalen Durchbruch zu schaffen - doch die beiden jungen Frauen konnten nicht damit rechnen, dass ihr Vorbild und Superstar psychisch sehr labil ist, scheinbar ganz andere Pläne hat und auch echte Brüche in ihrer Freundschaft offenlegt…

Country Boulevard

Ich bin kein ausgesprochener Westernfan - sowohl filmisch als auch musikalisch (wenn man Country dort mit dem Western gleichsetzt). Aber „Torn Hearts“ rettet gerade diese Nische aus der Belanglosigkeit. Und eine absolut sensationelle Katey Sagal, die als abgehalfterte Countrygrösse mit Killerspleen und Vergangenheitstrauma die komplette Chose schnell und bleibend an sich reißt. Man kann den Film als Kritik an der femininen Ellenbogengesellschaft sehen, in der sich kaum mal Frauen länger als zwei Minuten unterstützen und neidlos schätzen können. Immer Können gegen Schönheit gestellt werden. Oder einfach als verkappter Psychothriller in Pastelltönen und mit Gitarrensolo. Eher giftig als süß. Der finale Twist wird zwar ausgiebig vorbereitet, wirkt aber dennoch weit hergeholt und zu simpel. 

 Fazit: durchschnittlicher Horrorthriller, dessen Countryvibes und vor allem die herausragende Katey Sagal ihn eine Liga höher und unterhaltsamer heben. Ladies Night!

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