In der iranischen Großstadt Mashhad geht ein Prostituiertenmörder um. Eine junge unerschrockene Journalistin stellt ihm nach – und übernimmt dabei die Arbeit, die Polizei und Politik vernachlässigen.
Der Film von Ali Abbasi (BORDER) basiert auf dem wahren Fall des iranischen „Spider Killers“, ist aber viel mehr an der Darstellung der Frauendiskriminierung und -unterdrückung interessiert als an einem gewöhnlichen Kriminalfall. Das sorgt dennoch oder gerade deswegen für eine sehr unangenehme, bedrückende Stimmung. Bezeichnend ist eine Szene recht früh im Film, wenn der Mörder, ein zutiefst religiöser Familienvater und Kriegsveteran, nach getaner „Arbeit“ auf seinem Motorrad durch die Nacht fährt – eine tote, eingeschnürte Frau quer auf dem Gepäckträger.
Quälend sind auch die realistisch inszenierten Morde sowie der Epilog, der uns nicht wirklich die Gerechtigkeit gibt, die wir am Ende dieses Films brauchen würden.
Ein leider gerade sehr aktueller Film.