Nach ihrem ersten Kinofilm 1996 kehren die beiden Chaoten Beavis und Butt-Head in Filmform zurück. Grundsätzlich hat sich nicht viel verändert. Wieder gibt es das Missverständnis, dass die beiden Vollpfosten denken, sie würden flachgelegt. Nur dass das hier eine ganz anderen Dimension mitsamt Zeitreise in die Zukunft (also 2022) annimmt und selbst in der beknackten Welt, in der sie sich so bewegen, wirkt die ganze Sache mit dem Space Camp und den daraus resultierenden Ereignissen etwas schwer zu schlucken. Aber sei's drum, es geht nicht um Logik, es sind Beavis und Butt-Head.
Vom erwähnten Missverständnis wird wieder die komplette Story angetrieben, was sehr an den nun schon Dekaden zurückliegenden Vorgänger erinnert. Zugegeben, die Figuren sind nun einmal limitiert, die Wiederholung des Grundszenarios wirkt trotzdem etwas hilflos. Und natürlich werden auch andere Klassiker wie Cornholio nochmals präsentiert, aber es sind eben die beliebten Bauteile, die das Universum der beiden Figuren ausmachen.
Dabei versucht sich das Skript auch an aktuellen Themen, denen das rückständige Gespann natürlich richtig zuwiderläuft. Ansonsten gibt’s viel Bekanntes, beide werden von einer Regierungsbehörde gejagt und wollen letztlich nur endlich mal ran. So weit, so bekannt.
Mike Judge leiht den beiden Hauptfiguren wieder seine Stimme, ebenso wie einigen anderen Charakteren. Die Animationen sehen erwartbar wertiger aus als im Vorgänger. Was fast schon schade ist, ein bisschen Charme geht dadurch doch flöten. Letztlich bekommt man aber das, was man erwarten darf und auch manche Nebenfigur hat gelungene Szenen. Und doch, ganz so viel Laune wie der Erstling macht es nicht. Vielleicht ist es die zu „gute“ Optik. Vielleicht auch, dass die beiden einfach zu sehr aus der Zeit gefallen wirken oder manche zu bekannte Wiederholung, die wenig originell wirkt. Trotzdem macht das Teil genug Spaß für eine Sichtung und irgendwie haben mir die beiden Trottel auch gefehlt.