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Revenge of the Nerds

Der typische amerikanische Schulbus in gelb-schwarz mit pickeligen und pöbelnden Jugendlichen zwischen Außenseitern und Mobbern auf dem Weg in die Klassenfahrt und ins Verderben... denn eine aggressivmachende, nationale Seuche scheint genau im Moment ihres Ausflugs um sich zu greifen!

Wie ein Wasserfall...

Durch das Schulbus- und Cliquenszenario erinnert "Unhuman" etwas an den zweiten "Jeepers Creepers" oder die Hulu-Serie "Freakish" Doch insgesamt gesehen versucht "Collector"-Regisseur Marcus Dunstan zumindest eine frische Brise in diesem Subgenre durch seinen Infiziertensnack wehen zu lassen. Das schafft er leider nur sehr begrenzt - vor allem weil seine audiovisuellen Vignetten wie Staffage wirken, seine Figuren keine erinnerungswürdigen Merkmale besitzen und der Goregehalt zwar okay, aber auch nicht komplett in die Vollen geht. Zudem der Twist auch erheblich für Kopfschütteln sorgen kann. Sodass alles dann in seinem erweiterten Zombiefach okay ist. Gerade noch so. Aber kaum der Rede wert. Trotz Speed und Stilblüten. Was "Unhuman" am ehesten aus der Masse herausstechen lässt ist seine Message zum Thema Außenseiter, der Schule als Abbild der Gesellschaft, über Entwicklung und Einsicht, über Mobber und Gemobbte, über Narben der Jugend, über Zusammenhalt und Besserung. Doch das hätte dann wiederum für meinen Geschmack viel eleganter gemacht werden müssen, gerade wenn dann die Karten auf dem Tisch liegen, um wirklich zu zählen. So bleibt alles höchst peripher. Eventuell sogar geheuchelt.

High School doesn't end - it spreads!

Fazit: Dunstan erfindet den Zombie-/Infizierten-B-Film nicht neu. Trotz solidem/bescheuertem/überkonstruiertem Twist. Ganz sicher nicht. Aber er lässt seine Teens immerhin recht flott, frech und saftig über den blutgetränkten Jordan springen... und sagt vor allem energisch etwas zu Mobbing, Außenseitern und Mut. Und sein Style ist eh verspielt und auf der Höhe der Technik, Zeit, Geschwindigkeit, Digitalisierung. Oberflächlich, im Grunde durchschnittlich, aber nicht ohne Unterhaltungswert. Reißt es sich durch auffällig viele Farbfilter, einem im Endeffekt dann doch säuerlich gehobenen Zeigefinger, niedrigem Bodycount und klischeehaftesten Figuren aber etwas mit dem eigenen Popo ein...






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