Crying Freeman, basierned auf einer Manga-Vorlage aus Fern-Ost, ist ein rasant geschnittener und actionreicher Film, der mit Mark Dacascos exzellent besetzt ist. Die Rolle des weinenden Auftragskillers "Freeman" ist ihm auf den Leib geschnitten und er bringt sie die ganzen Film über sehr glaubhaft rüber. Ich könnte mir keine ernsthafte, westlliche Alternative zu Dacascos vorstellen, höchstens Leslie Cheung oder Chow-Yun Fat kämen in Frage.
Die FSk18 ist angesichts der zahlreichen und brachialen Kämpfe durchaus angemessen. Brennende Menschen, dutzende blutige Einschüsse und Stichwaffenaktionen machen den Film zu einem kleinen El-Dorado für Actionfans. Trotz zahlreicher Härten wirkt die Brutalität nicht selbstzweckhaft. Dieser Punkt ist es, der Crying Freeman von herkömmlichen Actionfilmen unterscheidet, die genau diesen Fehler machen.
Auch der Rest der Darstellerriege spielt überzeugend. Ein besonders Highlight ist sicherlich auch die uralte Anführerin des Geheimkultes. Generell werden die Charaktere recht einfühlsam und detailliert dargestellt. Sie agieren also nicht bloss als seelenlose Typen. Jeder hat seine ganz speziellen Eigenheiten...
Unterstrichen wird der sehr gute Gesammteindruck durch eine professionelle Regieleistung. Die Locations des Filmes werden sehr schön ausgeleuchtet und durch coole Kamerawinkel in Szene gesetzt. Gleiches gilt für die Actionszenen. Kreativität in Sachen Optik wurde hier gross geschrieben
Fazit:
Nicht bloss für Actionfreaks ein sehr unterhaltsamer Film. Allerdings auch nicht für Kinder geeignet, trotz des Realo-Comic-stils...
8,5 von 10 Sternen auf der Onkelskala