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So ein bisschen ein TOKIO DEKADENZ für eine neue Generation. Ein bedeutungsschwangeres Arthouse-Drama rund um Bondage und Sadamaso - das kriegen auch wirklich nur die Japaner gebacken. Natürlich hätte ich mir den Film noch viel knackiger und extremer gewünscht, doch das, was bei den SM-Sessions vorhanden ist, das ist schon nicht ohne, denn gleich zu Beginn wird z.B. ein Hodensack auf ein Holzbrett festgenagelt. Gleichzeitig ist aber auch erwartungsgemäß wieder viel Anderes zum Nachdenken mit drin: unerfüllte Sehnsüchte, die Unfähigkeit, eine normale Beziehung zu führen, die nach außen hin strenge und spröde, aber im Inneren dann doch erstaunlich freizügige japanische Gesellschaft, usw. Und wieder geht bestimmt vieles lost in translation, weil man als Nicht-Japaner das nicht alles voll begreifen und nachempfinden kann. Definitiv mal einen Blick und eine anschließende Diskussion wert.