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Der britische Autor und Langfilmdebütant Luke Armstrong ist bereits seit einigen Jahren für visuelle Effekte zuständig und wirkte bereits an zahlreichen Blockbustern, wie zwei James-Bond-Filmen mit. Mit einem entsprechend niedrigen Budget lässt sich natürlich kein Effektfeuerwerk zünden, doch die Optik ist im Vergleich zu vielen anderen Aspekten des Streifens noch annehmbar ausgefallen.

Wir schreiben das Jahr 2044: Der ehemalige Soldat Isaac erwacht mit Erinnerungslücken in einer Raumkapsel, die aufgrund einer Explosion vom Rest des Raumschiffes abgetrennt wurde. Alana, die sich ebenfalls in der kleinen Kapsel befindet, bleibt hinsichtlich der prekären Situation erstaunlich ruhig. Allmählich erinnert er sich, für einen Mord verurteilt worden zu sein, doch was ist Alanas Geheimnis?...

Zwei Leute in einer karg ausgestatten Raumkapsel ohne wirkliche Möglichkeit einer aktiven Beeinflussung der Situation. Was eindimensional klingt, ist es auch. In dem Raum befinden sich lediglich zwei Betten, ein paar Schubladen und zwei Touchscreens, jedoch keine Toiletten oder sonstige sanitäre Spuren. Immerhin gibt es eine Sprachassistentin, die über die Möglichkeit von zehn Anrufen pro Monat informiert, wobei Notrufe an die Bodenüberwachung eingeschlossen sind. Selbst aus diesem Umstand formt der Stoff keine Spannung, da Armstrong offenbar nur in paar vage Ansätze hatte, die nicht weiter verfeinert wurden.

Zwar gibt es noch einige Rückblicke und zu Beginn ein paar Aussichten auf ein futuristisches London, doch die meiste Zeit über beschäftigt sich der Stoff mit zwei Figuren, die sich teils recht flache Dialoge liefern, was die nicht sonderlich ausdrucksstarken Mimen noch mehr in Richtung Langeweile katapultieren. Dadurch fallen etwaige Mankos umso eher ins Auge, denn wenn Magneten die Schwerkraft in der Kapsel außer Kraft setzen, müsste Alana auch einige davon in ihren Haaren haben. Zudem macht es wenig Sinn, diverse Kriminelle quasi auf den Mond zu befördern, während anfangs von akuter Ressourcenknappheit die Rede ist.

Insofern häufen sich inhaltliche Defizite, die irgendwann das komplette Konzept der Geschichte infrage stellen. Gegen Ende wird zwar noch ein kleiner Twist ausgepackt, doch der eigentliche Ausgang ist eine komplette Ernüchterung und versetzt der ohnehin schon nicht spannenden Angelegenheit den Todesstoß.
Wirklich gut ist nur der Score, der mit einigen sphärischen Flächensounds genau den Ton trifft, den die Geschichte bis zuletzt vergeblich in den Weiten des Alls sucht.
3 von 10

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