Wer hier einen packenden UFO-Alien-Abduction-SciFi erwartet, wird bitter enttäuscht. Es handelt sich mehr um eine Art abstrakten Kunstfilm. Daniel Kaluuya kann schauspielerisch viel mehr als er in diesem Film zeigen kann. Er spielt hier einen total trantütigen Schnarcher, der geradezu einschläfernd auf den Zuschauer wirkt. Er hat nur wenig Dialoge, die meiste Zeit glotzt er starr drein. Die ersten 3/4 des Films sind als belangloser Experimentalfilm zu beschreiben, es geschieht nichts Interessantes. Wirklich spannend wird der Film erst beim Finale, aber leider auch nur relativ kurz. Der Film fügt leider erst am Ende zusammen, was vor sich geht. Vieles bleibt unbeantwortet und rätselhaft. Eine tiefere Botschaft ist an dem Werk nicht erkennbar. Das Alien wirkt völlig bescheuert, wie ein Spezial-Effekt aus einem Weisse-Riese-Waschmittel-Werbeclip. Der Erzählstil erinnert an Dramen oder teils neuste Tarantino-Streifen, da kein Tempo, keine ordentiche Zusammenhänge, Betonungen, an Stellen, an denen sie nicht hingehören uvm. Für mich keine abgerundete Komposition. Musste mich die ersten 80 Minuten regelrecht durch den Film quälen, weil kaum Action, Spannung und ineinandergreifende Handlung existierte - erst am Ende nach der langen Hungerstrecke gibt es dann endlich etwas Futter - Hinhaltekino!
Fazit: Kein Film, den man gesehen haben muss. Langatmiger Leerlauf wird mit ein paar spannenden Szenen gekrönt. Der Storyablauf wirkt unstimmig. Für eingefleischte SciFi-Fans wird wenig geboten. Der Unterhaltungswert ist insgesamt gering. Hätte alles in einem 20min Kurzfilm verpackt werden können. (4/10)