Fällt ins Wasser
„The Reef: Stalked“ ist einfallslosester Haihorror zwischen „The Shallows“, „The Descent“ und „GZSZ“. Tolle Locations, feine Frauengesichter, grottiger Tierterror. Austauschbar und unnötig ohne Ende. Ein paar Freundinnen gehen nach einem traumatischen Verlust zusammen an einem einsamen Strand Rudern und bekommen es dabei mit einem großen, weißen Hai mit Hunger und Geduld zu tun…
Trouble ohne Paddel mit Geblabbel
Dem Haihorror neue Facetten oder spannende Seiten abzugewinnen, ist eine mächtige Aufgabe. Der „The Reef: Stalked“ leider nahezu null gewachsen ist. Und es ehrlich gesagt noch nichtmal probiert… Zwischen Telenovelatraumata, zahmen Haiattacken und Zickenterror auf Paddelboards kommt der Tierschocker nur ganz selten klar. Meist in der ersten Hälfte, wo man noch nicht weiß, was das überhaupt für ein Film ist, wie groß und aggressiv der Angreifer ist, ob der Film eher auf Jumpscares oder echte Spannung setzt. Wenn dann der Blick in die Tiefe und Weite des Meeres schweift, dann kann das schon eine Unsicherheit, Unwohlsein bis Angst auslösen. Gerade wenn man mit Leere, Ungewissheit und Haien an sich nicht gut leben kann. Doch wenn dann einmal klar ist, dass das hier eher ein blasses Tiefseetheater wird, dann ist die Luft raus. Die Mädels und ihre Ängste, Traumata, Querelen nerven schnell. Die tropisch-traumhaften Inseln und das hellblaue Wasser sind eher Beifutter und Fernwehmacher. Und echte Bisswunden oder gar Gore sind Mangelware. Alles bleibt arg auf stumm und dumm und ohne Mumm oder Bummbumm. Ein Schnorchelausflug im trüben Rhein ist eine bessere und sinnvoller investierte Zeit.
The Decent?
Fazit: hübsche Frauen, die langweilig ins Blaue schauen, bunte Riffe, die eher taugen wenn ich kiffe, schöne Strände, doch dann schon Ende im feuchttristen Gelände. „The Reef: Stalked“ wählt eine recht realistische und langweilige Herangehensweise an den Apex Predator der Meere. Seejägerstangenware. Weder trashig genug noch spannend genug. Teils sogar eher Soap als Schocker. Trist, traurig, trüb.