Also ich kann das große Kritikerlob jetzt gar nicht nachvollziehen. Warum dieser Film so gehypt wird und sogar so schnell ein US-Remake erfahren hat, erschliesst sich mir nicht ganz. Fast hätte ich auch mittendrin abgeschaltet, aber das böse Ende war ja in aller Munde. Also Augen zu und durch. Hat mich dann aber auch nicht gerade vom Hocker gerissen.
Aus intellektueller Sicht gibt es da natürlich ein paar interessante Aspekte, wenn ein introvertiertes Päarchen aus dem liberalen Spiessertum und ein extrovertiertes Päarchen aus dem Proletariat aufeinander treffen. Auch das Ende mit der Steinigung mag einen kunstvollen Charakter haben. Aber reicht das für einen gutten Film? Eher nicht.
Was wirklich gut ist, ist der herrausragende Score, der ab der ersten Minute eine bedrohliche Stimmung erzeugt. Auch macht die Kamera wenig falsch. Die Handlung hingegen ist ziemlich träge, Horrorelemente gibt es sowieso keine und Spannung ist Fehlanzeige (bis auf die Musik). Die Grundidee der Story und deren Auflösung ist nicht uninteressant, aber das hätte man sicher besser erzählen können.
Den großen Geheimtipp habe ich also nicht entdecken können. Gute 5 Sterne für einen recht langweiligen Abend.