Review

Ob das die beste Art der Traumabewältigung ist? Ein knappes Jahr nach dem dramatischen Freeclimbing-Unfall ihres Mannes lässt sich Becky von ihrer adrenalingetriebenen Freundin Hunter überreden, einen 600 Meter hohen stillgelegten Sendemasten hochzuklettern. Zum Spaß, versteht sich. Wenn die Kamera allerdings schon während der Turmbesteigung die durchgerosteten Metallsprossen, die losen Schrauben und auch noch ein Vogelnest einfängt, hört beim Zusehen der Spaß augenblicklich auf. 

Es ist selten, dass man fast über die komplette Laufzeit eines Films mit schweißnassen Handflächen dasitzt. FALL gelingt dieser Effekt mit einfachen Mitteln und im wahrsten Sinne des Wortes auf engstem Raum – der Großteil des Films spielt auf einer etwa einen Quadratmeter großen Plattform an der Spitze des Turms. Gedreht wurde quasi unter realen Bedingungen, nur in deutlich geringerer Höhe, die Darstellerinnen erledigten viele ihrer Stunts selbst. 

Zwar bleiben die beiden Hauptfiguren etwas flach und der Film hängt immer dann ein wenig durch, wenn es um etwas anderes als ums Überleben geht. Aber das tut dem Nervenkitzel kaum einen Abbruch. 

Ein echter Survival-Thriller-Geheimtpp.

Details
Ähnliche Filme