Cleverer False-Footprint-Spuk im Airbnb-Setting mit üblen Überraschungen.
Handlung & Atmosphäre
Georgina Campbell spielt Tess Marshall, die in Detroit für ein Jobinterview anreist und ein Airbnb anmietet – nur um festzustellen, dass es doppelt belegt ist. Dort trifft sie auf Keith Toshko (Bill Skarsgård), und zunächst wirkt alles wie ein Thriller-Setup mit persönlicher Spannung.
Steigende Gefahr: Tagsüber führt Tess Recherchen im Viertel durch, kehrt zurück – und wird im Haus eingesperrt. Beim Erkunden entdeckt sie ein Tunnelsystem voller dunkler Geheimnisse .
Es tauchen weitere Charaktere auf – AJ Gilbride (Justin Long), der Besitzer, und Frank (Richard Brake), Hausgründer und monströser Serienvergewaltiger – mit Rückblenden in die ’80er.
Am Ende wird aus dem vermeintlichen Thriller ein brutales Horror-Spektakel mit Kellerkerker, grausamen Inzucht-Folterungen und einer degenerierten „Mutter“-Monstrosität, die lange verborgen lebte .
Stil & Wendungen
False Leads: Der Film spielt immer wieder mit deinem Kopf – erst Richtung Krimi, dann plötzliche Horror-Kurve, gefolgt von Peak-Gewalt und intensiver Charakterdynamik .
Schauspiel: Campbell liefert eine starke, kluge Final-Girl-Leistung – intuitiv und mutig .
Skarsgård zeigt sich rätselhaft und sympathisch, während Long als deklarierter narzisstischer Hollywood-Flop zugleich Bedrohung und komödiantischer Punkt wird – eine Performance, die selbst Oscar-Diskussionen anheizte.
Sound & Look: Gedreht in Detroit und Bulgarien, mit dichter Atmosphäre, sorgt Kameraführung von Zach Kuperstein und Sounddesign für konstant angespannten Thrill.
Themen & Tiefgang
Misogynie-Muster & weibliche Wut: Schwarzer Humor, Horror-Feminismus und klares Spiel mit Genreklischees – das Monster ist die Gesellschaft, teils auch die Männer – so heißt es etwa „The actual monsters are the men in the story“ .
Final-Girl-Moral: Tess überlebt, weil sie intelligent, entschlossen und vorsichtig ist – deutlich stärker als viele Genre-Heldinnen.
Fazit
Ein Film, wo du denkst: „Krimi“, dann: „Horror“, schließlich: „What the Fuck?“ Ein intelligenter, nervenzerreißender Trip, der wild zwischen Spannung, Ekelfaktor und schwarzem Witz pendelt. Hochwertig produziert, perfekt besetzt – und brutal ehrlich.
Intensiver Horror für Genre-Fans mit überraschenden Twists und starken Darbietungen.