Review

iHaveCNit: Bodies Bodies Bodies (2022) – Halina Reijn – Sony / A24
Deutscher Kinostart: 27.10.2022
gesehen am 29.10.2022
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 3 – Reihe 9, Platz 14 – 17:00 Uhr

Aktuell ist eine gute Zeit für Horror-Fans im Kino. Denn in und um Halloween herum gibt es ein reichhaltiges Angebot an Filmen. Von „Halloween Ends“ über „Smile“ bis hin zu einer Wiederaufführung von George A. Romeros „Die Nacht der lebenden Toten“ liefert auch mein Lieblingsstudio A24 mit „Bodies Bodies Bodies“ einen interessanten filmischen Eintrag, den ich an dieser Stelle sehr empfehlen kann.

Sophie und ihre neue Freundin Bee machen sich gemeinsam auf den Weg in eine große, abgelegene Villa, in der bereits der Freundeskreis von Sophie wartet, wo ein Wochenende voller Alkohol, Drogen, Party und vielleicht auch Sex wartet. Von einem Sturm abgeschottet, entschließen sie sich zum einem Partyspiel, bei dem durch das Ziehen eines Loses entschieden wird, wer der Killer ist, der sich bedeckt halten muss um nicht aufzufliegen und zeitgleich im Dunkeln der Villa ein Opfer auswählt, dass bei der letztendlichen Raterunde und Auflösung, wer es denn nun gewesen ist nicht mitmachen darf. Das geht soweit gut, bis einer der Anwesenden tödlich verwundet aufgefunden wird und die Frage nun tatsächlich im Raum steht, wer es denn nun gewesen ist.

„Bodies Bodies Bodies“ ist ein unfassbar cleverer und kompakter Film geworden, der zum einen ein audiovisuell atmosphärisches Kammerspiel und eine gelungene Mischung aus satirischem Psychogramm der Generation Z und einem konsequenten Murder-Mystery-Thriller ist. Das Ensemble besteht hier vorwiegend aus reichen, privilegierten, jungen Erwachsenen, die allesamt durch die Bank weg mit ihrem durchaus toxischen Entitlement und einer Spur narzisstischem Verhalten relativ unsympathisch rüber kommen, gäbe es da nicht die aus nicht reichen Verhältnissen stammende Bee, die von Maria Bakalova gespielt wird und somit in gewisser Art und Weise als Identifikationsfigur taugen kann. Bei dem konsequenten Murder-Mystery-Thriller geht es visuell auch schon mal derb zur Sache. Dem Film könnte man einige kleinliche Logikfehler vorwerfen, aber das steht für mich weniger zur Debatte. Die letztendliche Auflösung des Ganzen möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber diese Schlusspointe gibt der Satire noch den gewissen Punch.

„Bodies Bodies Bodies“ – My First Look – 8/10 Punkte.

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