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Mitten in Arizona vermehren sich mutierte Ameisen. Diese errichten eigenartige Bauten und stellen für die anliegenden Bewohner eine Gefahr da, da diese hochgiftig sind. Der Bereich wird großräumig evakuiert und eine Forschungsstation mit zwei Wissenschaftlern errichtet. Diese studieren die Ameisen, wobei diese durch die Zerstörung der Ameisenbauten provoziert werden. Als die Forschungsstation angegriffen wird, werden die Ameisen vergiftet. Kurz danach entsteht eine neue Ameisengeneration, die immun gegen das Gift ist. Die Ameisen sind hoch intelligent und den Wissenschaftlern immer einen Schritt voraus. Die Ameisen haben das Potential, den Menschen die Weltherrschaft streitig zu machen.

Wieder mal ein Film den ich schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe, der mich aber als Jugendlichen noch mächtig beeindruckt hat. Mal schauen was davon heutzutage noch übrig geblieben ist. Die Idee Ameisen in einem Tierhorrorfilm zu verwenden gabs ja bereits schon vorher einige Male, dabei machte man sie entweder riesig, wie einst in Formicula, oder man läßt sie als kollektive Intelligenz operieren, wie jetzt eben in Phase IV.
Was auf alle Fälle damals wie heute erstklassig ist, sind die verwendeten Tieraufnahmen der Krabbelinsekten, die in einer Naturdoku ebenso gut aufgehoben wären, besonders wenn einzelne Arbeiter einen der Giftklumpen zu ihrer Königin bringen, um von ihr ein Antiserum produzieren zu lassen und der Reihe nach dafür sterben müssen. Selbsbstaufopferung pur für die gemeinsame Sache, solche Bilder zeigen absolut Wirkung. Auch die Sets sind absolut ok, obwohl hinter dem Film sicher Multimillionenbudget stand, sehen sowohl die futuristische Forschungsstation als auch deren Interieur wirklich so aus, als wären sie der Realtität entsprungen.
Dasselbe gilt auch für den wissenschaftlichen Ansatz dieses großen Schachspiels zwischen Mensch und Tier. Auch wenn die anfängliche Erklärung mit der seltsamen Sternenkonstellation etwas an den Haaren herbeigezogen scheint, könnte sich der Rest der Geschichte durchaus so abspielen. Manchmal scheinen die Ameisen zwar ein wenig ZU intelligent zu sein, aber das Macht ja erst den Reiz dieser vermeintlich ungleichen Machtprobe aus.
Die Darsteller leisten ebenfalls einen guten Job, ist ja quasi ein Drei-Personen-Stück, Kamera wie gesagt sehr gut, man versucht sich sogar an einigen facettenaugen POVs. Etwas mittelalterlich wirkt dagegen die verwendete Technik, aber das läßt sich bei einem fast vierzigjährigern Film nun mal nicht vermeiden. Wahrscheinlich lacht man sich im Jahr 2050 auch über die stümperhafte CGI bei Matrix oder Fluch der Karibik schlapp. Ich denke aber auch anno 2011 kann man sich Phase IV locker zu Gemüte führen, es bleibt schlicht und ergreifend ein Klassiker des Tierhorror Genres, der erfolgreich auf unterschwelligem Horror statt auf ausufernde Blutfontänen setzt.
8/10 

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