Review

Ein kosmisches Ereignis sorgt dafür, dass die Ameisen in der Wüste Arizonas ein auffälliges Verhalten an den Tag legen. Die Wissenschaftler Dr. Hubbs und James Lesko wollen dies erforschen und alsbald finden sie nicht nur heraus, dass die unterschiedlichen Ameisenarten eine Zusammenarbeit beginnen, sondern sich diese auch gezielt gegen das Forschungsteam richtet.

Und so sitzen die beiden Wissenschaftler plus später einer weiteren Person hier in der Falle. Dieses Dreiergespann stellt dann auch den menschlichen Bezug dar, das Ensemble des von Saul Bass inszenierten Films ist überschaubar. Das ist der Atmosphäre aber nur zuträglich, denn das Duell (wenn man es so nennen möchte) wirkt insgesamt angenehm reduziert in Szenario und räumlicher Ausdehnung. Das Ganze firmiert auch mehr unter Science-Fiction denn Tierhorror, wobei „Phase IV durchaus „ ein gewisses Gruselpotenzial hat. Denn gerade die Beschränkung der Vorgänge auf einen meist kleinen Abschnitt macht das Werk spannend und ausweglos. Was man bei so kleinen Gegnern nicht erwarten sollte. Wer experimentiert hier mit wem? 

Visuell ist das ansprechend mit vielen Nahaufnahmen der Insekten und deren Verhalten, welches teils verwundernd passend in die Handlung integriert wurde. Auch schafft Bass, dessen einziger Langfilm hiermit vorliegt, einen funktionierenden Spannungsbogen – so man sich mit dem generellen Szenario anfreunden kann.
Man muss schlucken, dass das auslösende Ereignis vage bleibt und die Ameisen schon einiges auf dem Kasten haben. Vielleicht etwas viel, aber da lässt das Skript eben auch keine Erklärung durchscheinen. Dazu ist die Erzählweise mitunter sprunghaft. Das gilt auch für das Ende, das zwar wie damals zeitgenössisch wenig Hoffnung macht, aber auch abrupt einen Schlussstrich zieht. Das ursprüngliche Ende war eine mehrminütige Sequenz, die man bei Interesse schnell online findet und die dem Film trotz ihrer Merkwürdigkeit einen stimmungsvolleren Schluss verpasst hätte. 

„Now I know how a rat feels in a maze."

Kleiner, effektiver Sci-Fi-Film mit einem zwar auf vager Grundlage aufgebauten, aber in seinem Rahmen spannend gestalteten Szenario. Darstellerisch in Ordnung und trotz des gemächlichen Tempos ohne Längen präsentiert Saul Bass dieses Was-wäre-wenn mitunter etwas sprunghaft, aber dennoch unterhaltsam. 

Details
Ähnliche Filme