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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 13.11.2012 Die Angst der 70er vor der Intelligenz eines Kollektivs, hier in Form eines halbdokumentarischen SciFi-Horrorfilms, der zur einen Hälfte auf Mikroaufnahmen von Ameisen setzt, zur anderen Hälfte auf ein kammerspielartiges Szenario mit nur wenigen Protagonisten, das an Filme wie "Dark Star" erinnert. Erstaunlicherweise gelingt es dieser ungewöhnlichen Mischung, eine bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Wissenschaftlich motivierte Erklärungen suchen die Nähe zur Realität und erzeugen damit das beklemmende Gefühl, dass Ameisen, wären sie auf ein derartiges Verhalten programmiert, durchaus dazu in der Lage wären, eine schwerwiegende Naturkatastrophe in Gang zu setzen. Das Ende ist kurz, abrupt und effizient und hinterlässt einen Hall, der bis heute nachwirkt. *weitere Informationen: siehe Profil
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Eine unheimliche SciFi-Vision mit einer unterschwelligen Skepsis an der feindseligen Natur des Menschen. Es wird nämlich die Frage aufgeworfen, ob der Homo Sapiens in seiner Überheblichkeit in der Lage ist, eine ihm ebenbürtige fremde Intelligenz neben sich zu akzeptieren und sich mit dieser friedlich zu arrangieren, oder ob er diese doch nur wieder vernichten will. Ironischerweise ist der Gegenspieler des Menschen in diesem Fall ausgerechnet die Ameise, das einzige Lebewesen auf dieser Welt außer ihm selbst, welches Kriege führt. Den grandiosen Aufnahmen aus der faszinierenden Welt dieser geheimnisvollen Insekten und der exzellenten, eindeutigen Bildersprache des Films ist es zu verdanken, dass die Handlungen der mimiklosen, stummen Ameisen für den Betrachter leicht verständlich sind, etwa wenn diese als Zeichen ihres erwachenden Bewusstseins ihre Toten feierlich aufbahren, anstatt sie aufzufressen.
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Unter dem Einfluss ausserirdischer Signale vollzieht sich in der Ameisenwelt eine eigenartige Wandlung. Seltsame Türme, von den Insekten gebaut, wachsen in die Höhe. Ein Forscher-Team will dieses Phänomen in der Wüste Arizonas untersuchen - zuerst beobachtend, dann bewusst provozierend. Die Ameisen schlagen zurück, überfallen Farmen in der Umgebung, zeigen gegen das eingesetzte Giftgas bald Immunität. Die Wissenschaftler müssen erkennen das hier mehr vor sich geht als eine Laune der Natur: Sie werden Zeuge, wie eine neue Phase in der Entwicklung der Erde beginnt, eine andere Rasse bereit ist, die Herrschaft anzutreten. Neben der brillanten Story faszinieren vor allem die suggestiven Bilder, die Trickmann Ken Middleham von der Ameisenwelt einfing. Sehr sehenswert.