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Alex West ist ein sonderliches Kind. Bereits in jungen Jahren wird er in eine Heilanstalt gebracht. Hier findet er im Muttermörder Norman Bates eine Vaterfigur. Als sein Freund stirbt, erbt Alex sein berühmt berüchtigtes Motel Bates. Er nimmt ein Darlehen auf, und versucht das Motel wieder in Schuß zu bekommen. Als man während der Bauarbeiten die Leiche der Mrs. Bates findet, hat Alex das Gefühl, ihr Geist würde in dem Mörderhaus spuken.

Psycho war das unangefochtene Meisterwerk des größten Regisseurs aller Zeiten: Alfred Hitchcock. Es ist nicht zu glauben, was Regisseur Rothstein aus den Charakteren und Schauplätzen aus dem Klassiker gewerkelt hat. Nicht nur, daß er Psycho II und Psycho III komplett ignoriert, er zerstört durch dilettantische Inszenierung und einem fürchterlichen Drehbuch den Mythos um Killer Norman Bates. Hätte der TV-Film dem amerikanischen Publikum gefallen, hätte es auch noch eine Serie um Bates Motel gegeben. Zum Glück bleiben uns weitere, hanebüchenen Episoden um Alex West erspart.

Bud Cort, der hier die Hauptrolle eher schlecht als recht spielt, wird seine außergewöhnliche Leistung in dem Kultfilm "Harold und Maude" wohl nie übertreffen. Der Sonderling ist hier in seiner schlechtesten Rolle zu sehen.

Und von der absolut schlechten Dramaturgie möchte ich gar nicht anfangen. Von einer stringenten, logischen oder nur annähernd unterhaltenden Story ist hier keine Spur! Vielmehr wechseln sich episodenhaft einfach nur blödsinnige Situationen ab. Man denke an die Szene, in der sich Alex als Tier verkleidet, oder in der der Geist einer Selbstmörderin versucht, eine Frau daran zu hindern, selbst Suizid zu begehen. Ich glaube jeder, der an diesem Film beteiligt war, hat nach Beendigung des Drehs den Agenten gewechselt.

Wer also noch Respekt für Hitchcocks Psycho hat, der sollte die Finger von diesem Schund nehmen. Denn Bates Motel ist ganz sicher einer der grottenschlechtesten Filme aller Zeiten!

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