Review

Mehr Enola, mehr Abonnenten 

In der logischen Fortsetzung des Netflixhits nimmt die kleine Schwester von Sherlock Holmes ihren ersten offiziellen Fall als Privatdetektivin in London an, wenn sie ein verschwundenes Mädchen auffinden soll und dafür eventuell mehr familiäre Hilfe benötigt als ihr lieb ist… 

Besser Enola als Ebola… viel besser

„Enola Holmes 2“ bzw. Netflix folgen hiermit einer auf dem Papier einfachen, in Wahrheit aber gar nicht so super simplen und immer praktizierbaren Formel: Mehr, schneller, größer, höher… Besser? Ja, in diesem Fall schon. Der Vorgänger war okay - Part 2 löst sämtliche Fußfesseln und Originstoryballast für ein viel flutschigeres und spaßigeres Erlebnis. Es gibt sogar Mord, Blut und Totschlag. Alles war noch vor neuerlicher gesichtlicher „Steifheit“ seines Stars, Henry Cavill bekommt mehr Screentime und Zeit zu Atmen, die beiden haben dazu durchaus eine gute Chemie und Tempo, Budget, Fallhöhe werden allesamt sinnvoll erweitert. Fast zu „Kinogrösse“ könnte man sagen - obwohl Netflix auch (oder gerade) hier natürlich Netflix bleibt. Und Bobby Brown sicher keine Waller-Bridge ist, um es mal filmnerdig auszudrücken. Trotzdem ist „Enola Holmes 2“ sicherer, standfester, selbstbewusster. Und das hat ein eh schon solides Grundgerüst zu einem ziemlich coolen Ritt gesteigert. Erst recht wenn man den jugendlichen Blickwinkel stärker gewichtet. Das gehört jetzt sogar schon zum Besseren, was das große rote N zu bieten hat. Ob das der dritte, für dieses Jahr angekündigte Teil sogar nochmal toppen kann? Da bin ich bei der „aktuellen“ und nun bereits deutlich erwachsenen (und erstarrten!) Millie Bobby Brown super skeptisch… 

Fazit: Klarer, flotter, reifer, sherlockiger, besser… „Enola Holmes 2“ findet in seinen Groove, gibt Gas, wird dem Nachnamen gerecht und macht ziemlich lockerleicht (und familienfreundlich!) Krimifreude! 

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