Ich hatte es schon befürchtet: In PREY wird gehörig auf Woke-Feminismus und Agenden gepocht, sehr auf Kosten der Qualität der Erzählung. Ich habe keinen DER MIT DEM WOLF TANZT erwartet, der sicher auch Gesellschaftskritik übte, aber es eben mit mehr Raffinesse tat und nicht wütete wie der Alienjäger selber. Auch muss ich nicht andauernd mäßig getrickste CGI-Tiere sehen (bis auf den Hund der Heldin ist alles fake!) oder gehäutete Tierkadaver, dafür ziehe ich mir keinen Predator-Streifen rein! Auch wenn es der womöglich blutrünstigste Eintrag bislang in der Reihe ist, so kann ich es einfach nicht genießen, wenn eine zierliche Fee da triumphiert, wo vorher ca. 30 große, kräftige Männer versagt haben. Grober Unfug! Schade drum, denn die Parallelen zw. Predatoren und indianischen Ureinwohnern (Jagdkodex, die Jagd als heiliges Ritual des Erwachsenwerdens, usw.) hätten ein faszinierendes Prequel hergeben können.