Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

10.08.2026
90 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

1719 inmitten der amerikanischen Wildnis. Naru ist eine junge Comanche, die unbedingt Jägerin werden will und keinesfalls zusammen mit den anderen Frauen ihres Stammes nur Zeit im Zelt verbringen will. Sie erhält ihre Chance, sich zu beweisen, indem sie sich einer Jagdgesellschaft unter der Führung ihres Bruders Taabe anschließt, um einen gefährlichen Berglöwen zu erlegen. Doch anstatt den vierbeinigen Gegner zu jagen, wird die Gruppe bald selbst angegriffen: ein außerirdischer Predator, auf der Erde, um Jagdtrophäen zu sammeln, heftet sich an die Fersen der Comanche-Krieger. Auch Naru und ihre Stammesbrüder sieht er bald als würdige Beute an...

Mit „Prey“ besinnt sich die „Predator“-Filmreihe endlich einmal ihrer eigenen Wurzeln und schlägt keine rüde-albernen Kapriolen mehr (siehe „Predator – Upgrade“), sondern liefert ein beinhartes Duell-der-besten-Krieger-Szenario, das an das Urwüchsig-Anarchische des Originals anknüpft. Regisseur und Storylieferant Dan Trachtenberg hat es dabei geschickt vermieden, das Ganze nicht nur mit einer übergroßen Heldenfiguren à la Winnetou-wird-zu-Arnie zu bestücken: nein, im Gegenteil, Heldin Naru ist keine verkappte Walküre mit Schwarzenegger-Allüren, sondern eine listige junge Frau, die ihre Umwelt zu lesen und sich trotz primitiver Waffen zu wehren weiß. Ein ganz besonderer Kniff an „Prey“ ist jedoch, dass man sich ausnahmslos indigener Darsteller bedient, denen sogar auf HD-Medium eine nachsynchronisierte Comanche-Sprachspur geschenkt wurde. Das alles hat Gesicht und wird in wundervoll komponierte Breitwandbilder gepackt. Die Kämpfe sind gut choreografiert und spielen dank intim wirkender Naturkulisse-Settings wieder eher im Reich der etwas geerdeten Filmrealitäten. Alles in allem kann man Dan Trachtenberg für diesen gelungenen Neustart des „Predator“-Franchise einfach nur danken und hoffen, dass er sein Talent noch oft in den Dienst des Genres stellen mag. Bildformat: 2,39:1. Mit Amber Midthunder, Dakota Beavers, Dane DiLiegro, Stormee Kipp u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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