Review

Dammbruch mal anders

Britischer Kriegsklassiker über die Planung (!) und Ausführung der technisch aufwändigen, lange geplanten und insgesamt sehr riskanten Sprengung wichtiger Dämme und Talsperren via „Titsch-Bomben“, die das Kriegsgeschehen positiv für die Alliierten beeinflussen würden…

Ich glaube an „The Dam Busters“ hätte Christopher Nolan viel Spaß und es würde sogar Sinn machen, wenn er das Thema remaken würde. In moderner, tickender und spannender… Nicht, dass „The Dam Busters“ gänzlich frei von Spannung und Action wäre. Die Flugstunts und -Effekte waren damals state-of-the-art und können sich immer noch sehen lassen. Die englischen Stars verstrahlen eine gewisse Aura und Authentizität. Und der Score ist heldenhaft, verbreitert sofort die Brust und bleibt im Ohr. Jedoch geht’s in „The Dam Busters“ dermaßen lang um die Planung und die Technik hinter den Angriffen auf die deutschen Staudämme in Rheinnähe, dass ich doch arg erstaunt war wie viel Theorie und Gelaber und Vorgeplänkel hier heruntergerattert werden. Es dauert mal ganz locker eineinhalb Stunden (!) bis es überhaupt in Richtung der Ziele geht. Vorher wird geplant und getüftelt, geprobt und getagt, besprochen und berichtigt. Es passiert echt nicht viel. Nicht mit komplett uninteressanten Figuren, egal ob Soldaten oder Wissenschaftler. Jedoch war das für meinen Geschmack dann doch etwas arg trocken und hölzern, was das letzte Viertel und die heldenhaften Charaktere aber nicht schmälern soll… 

Fazit: ungewöhnlich Einblick „hinter“ den Krieg und solche technisch ambitionierten Unterfangen und fast schon Selbstmordkommandos… Jedoch lange Zeit sehr britisch, verquasselt und theoretisch. Zieht sich. Ist aber ein interessanter Ansatz und Einsatz. 

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