Review

Die Planungen von Asylum sind mittlerweile recht berechenbar, denn teilweise lässt sich ziemlich exakt abschätzen, mit welcher Verzögerung ein Mockbuster dem eigentlichen Kino-Hit folgen dürfte. Hier waren es nur wenige Wochen, nachdem „Jurassic World 3: Ein neues Zeitalter“ über die große Leinwand lief.

Bei einem geheimen Militärtransport geht etwas schief: Zwei Biowaffen in Form von Allusauriern können entkommen und mithilfe eines mütterlichen Rufes immerhin zur Militärbasis gelockt werden. Hier ist es an Major Tanner und seinem Team, die Biester möglichst lebend einzufangen…

Während das Cover suggeriert, die Dinos könnten Städte überfallen, darf man die Hoffnungen gleich einige Gänge zurückschrauben. Denn es werden lediglich zwei Zivilisten überfallen, die es sich auf einem Campingplatz bequem gemacht haben. Der Rest der Handlung spielt sich in den Wänden des Armeestützpunktes ab, der auch eine leicht umgebaute Schule sein könnte. Etwas fernab davon und ohne direkte Interaktion mit einer weiteren Person hängt Eric Roberts als General am Telefon hinterm Schreibtisch und erteilt Anweisungen. In einer kurzen Einstellung befindet er sich gar außerhalb eines Gebäudes, - stehend und ohne Schreibtisch, was fast schon einer saftigen Actioneinlage gleichkommt.

Ein Mangel an Dynamik ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, zumal sich die Abläufe stets wiederholen und zwischen Anpirschen und erneuter Rücksprache im Zentrum des Gebäudes kaum Abwechslung geliefert wird. Es wird zuviel taktiert und somit zuviel geschwafelt und zu selten geballert und somit zu wenig Bewegung und Krawall geliefert.
Weil die Mission so wahnsinnig bedeutsam für die Existenz der Menschheit ist, besteht das Militärteam auch nur aus vier Leuten, die merkwürdige Plasmawaffen tragen, welche fünf Sekunden benötigen, um überhaupt einsatzbereit zu sein. Normale Munition kann den Kreaturen nämlich nichts ausmachen und weil die Saurier über Gebühr lernfähig sind, können sie den Strom abstellen und sogar einen Stolperdraht als solchen identifizieren.

Leider geht das Treiben völlig humorfrei vonstatten und auch Trashfans können kaum etwas mitnehmen. Hier und da gibt es immerhin eine Handvoll Gewaltszenen in Form von zerstückelten Leichen oder Bisswunden, doch vor direkten Konfrontationen scheut die Inszenierung, da derartige Szenen zuviel Budget verschlungen hätten.
Dabei sind die Allusaurier gar nicht so schlecht getrickst und vor allem zwei noch recht kleine Dinos bringen zumindest zeitweise ein wenig Tempo ins Spiel.

Ansonsten unterhält die Dinojagd kaum, denn halbwegs spannende Einlagen sind an einer Hand abzählbar und auch dem Showdown fällt keine dramaturgische Steigerung ein.
Darstellerisch befindet man sich einschließlich Eric Roberts auf wackeligen Durchschnittsniveau, wobei die Mimen kaum gegen die hölzernen Dialoge ankämpfen können. Ein reichlich eindimensionales Treiben, das aufgrund seiner Einfältigkeit rasch in Langeweile mündet.
3 von 10

Details
Ähnliche Filme