Action von Anfang bis Ende…10.10.2025
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut bei Agent Carter. Der wacht eines Tages in einem Motelzimmer auf, weiß nicht, wer er ist und hört eine Stimme im Ohr, die ihm sagt, er möge aus dem Fenster springen, ansonsten würden ihn Agenten umbringen. Was tun? Nachdem die Tür eingetreten und Schußwaffen auf ihn gerichtet sind, folgt er der Stimme, die ihn aus allerhand üblen Situationen herausleitet, aber auch immer darauf hinweist, er habe eine Bombe im Mund implantiert, und so er nicht tue, was die Stimme wolle…bummm. Da folgt man besser, und so geht es die nächsten zwei Stunden darum, herauszufinden, wer er eigentlich ist, was er gegen das in Korea ausgebrochene Virus tun kann…und wie die USA, Nordkorea und Südkorea dabei beteiligt sind. Zudem steht auch noch die eigene Familie im Kreuzfeuer, für die sich Carter geopfert hat…doch all das kommt erst nach und nach in sein Bewusstsein
Gucken oder nicht?
Absolut – wenn man eine unruhige Kamera vertragen kann
Warum?
Mittendrin statt nur dabei ist hier das Motto. Die Story ist simpel und hat die eine oder andere Logiklücke dabei, aber das macht nichts, denn hier geht es nur um atemlose Action. Von der ersten Sequenz an, unterstützt durch treibenden Sound, folgen dir dem armen Hund Carter durch eine vermeintliche One-Shot-Sequenz. Die Kamera ist immer ein klein wenig vor oder hinter Carter, schwebt durch Fahrzeuge, zeigt permanent, wie Carter eins auf die zwölf bekommt, und das hört auch den ganzen Film über nicht auf. Carter nun ist ziemlich gut mit Martial Arts, Fahrzeugen und Waffen aller Art, und so ist der Bodycount nahezu unfaßbar hoch. Immer, wenn man das Geschehen hinterfragen möchte, kommt ein neuer Kriegsschauplatz des Weges, und da werden dann wahrlich niemals Gefangene gemacht. Die Kameraführung erinnert an Hardcore Henry, aber aus der Third Person Perspektive ist das überschaubarer. Natürlich lebt der Film nur von der Action, macht aber nichts, denn zum Nachdenken kommt man angesichts der dauerhaft hohen Geschwindigkeit erst, nachdem der Film schon vorbei ist.
Die Note
Hier geht es nur um wirklich harte Action, die entsprechenden Sequenzen sind wunderbar inszeniert, obgleich man die unruhige Kamera mögen und bereit sein muß, die rudimentäre Story einfach hinzunehmen. Dann ist es ein wirklich ein ordentliches Pfund aufs Maul - 8/10.