Im Berlin des Jahres 1930 treibt ein Kindermörder sein Unwesen. Die Polizei tappt im völlig im dunkeln und veranstaltet eine Razzia nach der anderen in einschlägig bekannten Kneipen. Das stört natürlich die Unterwelt ungemein in ihren Geschäften und so machen sie unter der Führung des "Schränkers" selbst Jagd auf den mysteriösen Unbekannten.
Mit "M" gelang Fritz Lang ein weiterer, zeitloser Klassiker nach seinem wohl bekanntesten Film "Metropolis". Es handelt sich um einen der ersten Tonfilme überhaupt. Interessant ist, daß Lang diese Neuerung gleich dazu verwendet, mit einer Art Leitmotivik zu arbeiten. Den Mörder erkennt man sofort an dem Motiv aus "Hall of the Mountain King" von Edward Grieg, die er in fast jeder Szene pfeift.
Die Besetzung bestand aus der damaligen Crème de la Crème der deutschen Schauspieler. Besonders Peter Lorre als Mörder bleibt einem nach dem spektakulären Ende unweigerlich im Gedächtnis. Doch auch alle anderen Schauspieler, unter denen sich unter anderen der bekannteste "Faust" - Darsteller überhaupt, Gustav Gründgens befindet, leisten tolle Arbeit.
Die Handlung ist interessant erzählt, wenn "M" auch ein paar Längen hat, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Insgesamt ist Fritz Lang mit seinem Krimi ein Meilenstein des deutschen Films gelungen, der auch heute noch das Ansehen wert ist.
9/10 Punkte