8
In vielen Belangen ein eindrucksvolles Werk. Als einem der ersten Tonfilm gelingt der Umgang mir der "neuen Komponente" schon ausgesprochen gut. Inszenatorisch befindet sich der Zuschauer lang in einem Niemandsland ohne richtige Protagonisten, aber wunderbaren optischen Gestaltungsmitteln. Im Mittelteil entwickelt sich dann die die Rollenverteilung, die Stadt gegen den Kindermörder. Und diese wird mit einer Menge interessanter moralischer Fragen gespickt, vor allem hinsichtlich von urbanen Gefügen. Die gesellschaftliche Gewichtung von Randgruppen wie den Bettlern, Recht und Unrecht von Selbstjustiz und die Gefahr des Polizeistaates, vielleicht schon als Warnung vor dem aufkommenden Nationalsozialismus. Im überraschenden Finale dann die brisanteste Frage. Welche Motive hat die Bestie, was geht in seiner Psyche vor, inwiefern ist ein geistig gestörter Mörder schuldfähig. Unvergesslich dabei die hingabevolle Leistung von Peter Lorre.
10
Diesen Film muss man gesehen haben ,einfach ein Meisterwerk .Die Geschichte um einen Kindermörder gespielt von Peter Lorre nimt einen gefangen wie selten ein Film.Die Stimmung die Fritz Lang erzeugt und die hervoragenden Leistungen der Schauspieler ist einfach grandios.P.Lorre in seiner besten Rolle. 10 Punke
9
Ein (wie soll es anders sein) überzeugender Gustaf Gründgens, der vor allem auch durch seine Stimme auffällt, man könnte direkt sagen, dass er schon fast singt...genial. Auch Peter Lorre als Täter weiß mit einer gewissen Überlegenheit zu spielen. Es mag vielleicht bizarr erscheinen, aber mich hat der Film in seiner ersten Hälfte ein wenig an Heinz Rühmann’s „Es geschah am hellichten Tag“ und am Schluß –ich weiß es ist weit hergeholt- ein wenig an „Dead Man Walking“ erinnert. Ein sehr empfehlenswertes Meisterwerk, das trotz seine beinahe antiken Alters immer noch so einige neuere Produktionen weit hinter sich lässt. Anschauen!