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Eine Krankenhausserie mit Elementen des Katastrophenfilms und ein wenig Weltuntergangsstimmung? Eigentlich keine schlechte Sache, doch die Ausführung lässt zu wünschen übrig. Innerhalb der dramaturgisch oft schwachen und auf gängige Ärztehektik setzenden Seifenoper darf Vera Farmiga als eine Art Mutterfigur die meiste Zeit über mit dem immer gleichen besorgten Gesichtsausdruck durch die Gänge flitzen und nach ihren paar Patienten schauen. Alles recht bieder, nur gelegentlich werden echte Doku-Aufnahmen von damals mit reingeschnitten. Ein bisschen geschmacklos ist das Ganze aber schon, weil sich bis heute ganze Landstriche in Louisiana noch immer nicht ganz von Hurrikan Katrina erholt haben. Die Intensität und Hochspannung, die z.B. die vergleichbare und in sich abgeschlossene Miniserie CHERNOBYL erreichte, werden hier nicht im Entferntesten erzielt. Aber wie dort endet am Schluss alles mit Schuldzuweisungen.