... Regisseur Douglas Sirk (gebürtig: Hans Detlev Sierck), der in den 50er Jahren eine ganze Reihe von starbesetzten und ganz individuell gestalteten Filmmelodramen inszenierte, häufig besetzt mit Rock Hudson, die an den Kinokassen ungewöhnliche Erfolge feierten.
Über Recherchen in einem Schweizer Archiv beleuchtet Roman Huben die Wurzeln des emigrierten Regisseurs, der während der NS-Zeit zeitweise in Bedrängnis geriet, weil seine erste geschiedene Frau ihn anschwärzte, weil er in zweiter Ehe mit einer Frau jüdischen Glaubens verheiratet war. Sirk war es nicht erlaubt, den gemeinsamen Sohn aus erster Ehe zu sehen, der zu einem der Jugendstars der NS-Zeit ausstieg - ein Trauma, dass der Regisseur in seinem späteren Filmen in seine Werke einfließen ließ, nachdem er nach Erfolgen in Deutschland mit Zarah Leander im Jahr 1937 in die USA auswanderte.
Huben recherchiert ebenfalls, wohin sich der Regisseur wandte, nachdem er auf dem Höhepunkt seines Erfolgs sich von der Arbeit als Kinoregisseur zurückzog.