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Es gibt Trashfilme, bei denen man sich fragt, wie man überhaupt auf die Idee kommen konnte – und dann gibt es Shark Side of the Moon. Was die Produktionsfirma The Asylum hier auf die Menschheit loslässt, gehört selbst im ohnehin schmerzfreien Trashfilm-Kosmos zu den härteren Proben für die Geduld der Zuschauer.

Im Kalten Krieg experimentieren sowjetische Wissenschaftler mit genetischen Modifikationen und erschaffen Hai-Mensch-Hybriden als Supersoldaten. Durch einen Unfall landen diese Kreaturen jedoch auf dem Mond, wo sie jahrzehntelang überleben. Jahrzehnte später werden sie entdeckt – und natürlich wollen sie sich auf den Weg zurück zur Erde begeben, um dort für Chaos und Zerstörung zu sorgen. Eine Gruppe von Astronauten versucht, die Bedrohung aufzuhalten, bevor die monströsen Hybriden die Erde erreichen.

Gerade beim Trashfilm hat man ja schon so einiges erlebt, aber Shark Side of the Moon setzt noch einmal einen drauf. Beim Thema Hai gab es bereits zahlreiche Vertreter, die kaum absurder sein könnten: besessene Haie, atomarverseuchte Haie, Zombie-Haie, Sharknados und vieles mehr. Nun haben es die Haie also auch auf den Mond geschafft – wobei es genau genommen russische Hai-Mensch-Hybriden sind, die dort seit dem Kalten Krieg ihr Dasein fristen.

Überraschenderweise liegen die Effekte sogar etwas über dem üblichen Standard, den man von The Asylum gewohnt ist. Kulissen und einige Weltraumaufnahmen sind durchaus ordentlich umgesetzt. Einzig die Haie selbst wirken sehr CGI-lastig und damit oft eher künstlich als bedrohlich.

Das größte Problem ist allerdings die Story. Die Handlung ist absoluter Käse und das Konzept mittlerweile so ausgelutscht, dass selbst für Trash-Verhältnisse kaum noch Überraschungen entstehen. Von einem echten Spannungsbogen kann keine Rede sein. Gleiches gilt leider auch für die Darsteller und ihre Figuren, die meist blass bleiben und wenig zur ohnehin dünnen Geschichte beitragen.

Am Ende bleibt ein Film, der zwar mit einer herrlich absurden Grundidee startet, daraus aber kaum Unterhaltung herausholt. Für eingefleischte Trashfans vielleicht noch einen Blick wert – alle anderen dürften sich eher fragen, warum sie sich gerade Hai-Hybriden auf dem Mond anschauen.

Eine verrückte Idee, die in der Umsetzung erstaunlich wenig Spaß macht.

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