Review

Böse, böse, böse. Gleichzeitig schade, schade, schade.

Terrifier hat mich 2017 wirklich abgeholt. Seine ekelhafte, skrupelhafte und brutale Machart, ohne Sinn, rein aus Selbstzweck mit einer der brutalstesn, handegemachten Gores, die ich bis dahin gesehen habe, haben mich begeistert. "Art der Clown" ist seitdem zu einer kleinen Horror-Ikone geworden. Dieser Clown kann einem wirklich Angst machen. Er spricht genauso viel wie Michael Myers, nämlich gar nichts, lächelt sich genauso frech ins Fäustchen wie Freddy, aber doch ist er anders. Es gibt keinen Grund, weshalb er so bestialisch mordet. Er tut es einfach. Und sein Aussehen ist doppelt so schrecklich wie das von Pennywise. Und er ist fieß, wirklich fieß. Toller Streifen, muss man gesehen haben.

Nun erschien die Fortsetzung. Naja. Ich hoffte auf eine ebenbürtige Fortsetzung, wurde jedoch ein wenig enttäuscht. Dies liegt sicherlich nicht an "Art" oder Brutalität, welche sich mehr steigert als zum Erstling, sondern vielmehr in der nicht vorhandenen oder konfusen Handlung begründet. Ja, auch der Erstling hatte kaum Handlung, diese wurde aber brachial und stringent umgesetzt. Beim Nachfolger werden Träume, Phantasie-Elemente eingebaut und letztendlich kennt sich am Ende der Zuseher nicht mehr aus, ob er in einem Splatter-Movie sitzt oder in "Kampf der Amazonen".

Nichtsdestotrotz - tolle, verstörende Effekte, neuerlich handgemacht. "Art" ist böse wie eh und je und der Streifen unterhält. Und das ist mal das Wichtigste.

FAZIT: "Art" als neue Horror-Ikone ist eine tolle Erfindung. Brutal, gemein und wirklich grundlos böse. Ich mag ihn. Durch die merkwürdigen Phantasy-Elemente wird die Spannung ein wenig gedrückt, aber sei's drum.

Von mir 7/10 Punkten

Details
Ähnliche Filme