Art ist wieder da. Und er macht da weiter, wo er aufgehört hat. Heißt, er schnetzelt an allerlei Leuten herum und grinst in die Gegend. Dabei trifft er hier sogar mal auf Gegenwehr in Gestalt von Sienna Shaw und ihrem Bruder, die sich dem Clown in den Weg stellen.
Wieder inszeniert von Damien Leone versucht dieser sich dieses Mal sogar daran, eine Geschichte zu erzählen und reichert diese mit übernatürlichen Elementen und den erwartbaren Splattereinlagen an.
Letztere stellen schon das Highlight dieser Fortsetzung dar, sind handwerklich exzellent und zeigefreudig. Was hier an Make-up und Prothesen zerlegt wird, ist respektable Handarbeit. Auch in Anbetracht des geringen Budgets. Da kann die Story nicht mithalten. Weder sie, noch die Charaktere können wirklich Interesse hervorrufen. Zu allem Überfluss wird das auf eine Laufzeit von 139 Minuten ausgewalzt, was durch das Gezeigte in keinster Weise gerechtfertigt wird. So zieht sich die Chose irgendwann, die letzte Stunde insbesondere, denn Leone will für sein Werk einfach kein Ende finden.
Art als Figur ist an sich schon chic und einfach nur bösartig, aber das trägt den Film einfach nicht über diese Länge. Wie er sich jedes Mal stumm einen ablacht wirkt nach der x-ten Wiederholung fad, das dauernde Grinsen verliert an Wirkung. Bei allem gelungenen Design ist die Figur für ein nachhaltiges Wirken dann doch zu eingleisig. Sich über möglichst sadistische Kills zu definieren reicht da nicht.
Hier bekommt er noch eine vielleicht imaginäre Freundin verpasst, die ein ähnliches Schicksal ereilt. Ist als Figur gut designt und deutet eine gewisse übernatürliche Rolle an, bekommt aber nicht viel zu tun. Und gibt es auch ein paar Andeutungen auf Arts Hintergrund, so bleiben diese nebulös und berechnend mysteriös.
Leones zweite Splatterei mit dem Clown ist etwas besser geraten als sein Vorgänger, da er zumindest versucht, sein FX-Showreel mit sowas wie einer Story zu verbinden. Allerdings ist diese recht uninteressant und so schaut man das alles hier am Ende doch nur wegen dem Gore. Den kann "Terrifier 2" auch echt gut, mit der Laufzeit haushalten weniger. Mitunter zieht sich das schon, inhaltlich ist das nahezu schnurz und so bleibt es bei einer Schlachtplatte mit geringer Halbwertszeit.