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Zandys Braut ist einer der typischen 70er Jahre Western. Und auch wieder nicht. Eigentlich scheint es nur ein Zufall zu sein, das der Film im sogenannten Wilden Westen spielt, der er bedient sich keinem der üblichen Cliches. Der Regisseur Jan Troell, Schüler von Ingmar Bergmann beleuchtet darin die Beziehung eines Paares, das sich durch eine Announce kennengelernt hat. Hannah, schwedischstämmige 32 Jährige aus Minneapolis bekam von Alexander, einem einsamen Farmer aus Kalifornien,  Antwort auf ihre Heiratanzeige.  Er bezahlt ihr die Fahrt und erwartet eine jünger Frau als sie, mit der er die erhofften Söhne zeugen kann und sie erwartet, von den Briefen offenbar beeindruckt, einen Freund zu finden.  Alexander ist geprägt von einem strengen Elternhaus in dem der Vater den Ton angibt und die Mutter gehorcht. Hannah will Partnerschaft. Die vorprogrammierten Konflikte, werden immer wieder durch den Versuch unterbrochen, ein wenig Frieden zu finden. Als ein Bär Alexander schwer verletzt, pflegt Hannah ihn wieder gesund. Jedoch bleibt das ersehnte Kind erst mal aus und Alexander/Zandy wendet sich einer ehemaligen Geliebte zu. Als er nach längerer Abwesenheit wieder erscheint, ist Hannah hochschwanger, noch genauso störrisch und sehr wütend auf ihn. Er verletzt sie, unabsichtlich, ist voller Scham darüber, aber dennoch nicht bereit seine Fehler einzugestehen oder sich zu entschuldigen, so geht er  wieder weg, diesmal nach San Francisco und endlich so scheint es legt er seine Scheuklappen ab und versucht bei seiner Rückkehr eine wirkliche Partnerschaft.
Gespielt wird das ganze von zwei sehr starken Schauspielern. Liv Ullman steht Gene Hackman in der Intensität  in nichts nach. Es ist wunderbar anzusehen, wieviel die beiden auch ohne Text vermittlen können. Unterstrichen wird ihr Spieldurch  passende Landschaftsaufnahmen und eine sehr glaubwürdige Kulisse.  Alles in allem ein sehr gelungener Film!

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