The (Pron)Omen
Böses Kind-Horror, Dämonen, Weltuntergang, Okkultes, Indianervoodoo, Gothic Horror, Zeitsprünge... "The Harbinger" (schon der zweite Film aus '22 der so heißt!) wirft mächtig und bescheuert viel an die Hallmarkhorrorwand - wo leider nahezu nichts davon kleben bleibt. Manchmal ist das trashig lustig und daneben. Als ob Ed Woods Urahn einen auf Mini-Stephen King machen würde. Ein lächerliches Laientheater. Auch noch über zwei Stunden. Doch die meiste Zeit ist das einfach nur schlecht...
"The Harbinger " aka "The Curse of Rosalie" ist zum Teil dermaßen mies, dass er wieder guckbar wird. Man kommt um das ein oder andere Schmunzeln nicht herum. Aber das auch nur teilweise, nicht über diese ausufernde und qualvolle Laufzeit. Konfus, hässlich, lachhaft. Durchzogen von reihenweise steifen Darstellern und urkomischen, deplatzierten Dialogen. Eine tödliche Kombi. Die Nutzung von vielen gemeinnützigen Einrichtungen und die Unterstützung von Native American Actors muss man loben. Doch die Rechnung geht hier nicht auf. Nullkommanull. Teils wirkt das echt wie eine gestelzte Parodie etlicher Horrorklischees näher an "Scary Movie" als an seinen wahren Vorbildern. Ein Unfall, bei dem man dann doch wegsehen will. Da wirkt der gleichnamige "The Harbinger" über eine "Vergessensseuche" aus dem gleichen Jahr (lief auch auf dem Fantasy Filmfest) fast wie ein Meisterwerk.
Fazit: so bad it's not so good... dieser "Harbinger" verkündet nur Unheil!