Wussten mich die ersten drei Teile, insbesondere Teil 1 und 3 des „Kinder des Zorns“-Franchises noch eigentlich ganz gut zu unterhalten, hat sich das mit dem 1996 erschienenen vierten Teil von US-Regisseur Greg Spence leider geändert und daran ändert auch eine Naomi Watts, der hier die Hauptrolle zugeschrieben wurde, nichts. Das ist leidenschafts- und seelenloser Horror von der Stange, dem es hochgradig an glaubwürdigen Charakteren und Wirkung entfaltender Atmosphäre mangelt – mal ganz zu schweigen von eigenen Ideen oder gar so etwas wie „Innovation“. Eine von den King’schen Vorgaben, an denen sich ja noch die Vorgänger orientiert haben, vollkommen unabhängige Hintergrundgeschichte in der Form aufzutischen, sie mal schnell zwischen Tür und Angel bedeutungsschwanger von zwei Greisinnen erzählen zu lassen, wirkt nämlich eher an den Haaren herbeigezogen als eigenständig oder erfrischend neu. Die Darsteller stolpern sich unlogisch und ohne, dass ich als Zuschauer mich sonderlich mit ihnen identifiziert hätte, durch das Drehbuch einem unspektakulären Finale entgegen, erzählen zwischenzeitlich irgendeinen Unfug und werden hier und da durch zwar ziemlich brutale, aber unrealistisch unblutige Morde dahingerafft. An „Direct-to-Video“-Fortsetzungen einer Horrorreihe habe ich ja nun wirklich keine allzu großen Erwartungen, aber über etwas Charme sollten sie wenigstens verfügen. Davon ist hier leider nichts zu spüren.