Alle Kurzkommentare


6

Durchaus unterhaltsam und spannend. Der Titelheld ist ein neuer interessanter Vertreter, da er jenseits der gängigen Moralvorstellungen operiert. Daneben werden aber auch eine Reihe weiterer Superhelden eingeführt, von denen der interessanteste aber am Ende verstirbt. Mir persönlich wars dann aber doch wieder zu kitschig und nicht düster genug. Ein obervorlauter Teenager spielt eine der Hauptrollen, auch ein Teil der neuen Justice Society besteht nur aus  Teenager-Trotteln. Am Ende mal wieder ein Effekte-Overkill und Pathos ohne Ende. Es wäre besser gewesen, wenn der Film sich entscheiden würde, was er sein will; man schwankt zwischen den Genres und versucht noch soviel Political Correctness wie möglich reinzupacken. Dadurch wird der Film weichgespült und verkommt zu einem beliebigen Superhelden-Komödien-Teenager-Abenteuer mit etwas düsterer Note. Wer das verschmerzen kann, bekommt manen unterhaltsamen Abenteuerfilm geboten, mir war es zu wenig.

5

Black Adam wird nach fast 5.000 Jahren aus seinem Grab befreit. Mit brutaler Gewalt versucht der Anti-Held seine Befreierin vor der gefährlichen Organisation Intergang zu schützen. Die Justice Society of America will ihn stoppen. Gut besetzter Superheldenfilm, mit sehr viel CGI, dünner Story und viel Dauer-Action.  Einerseits ganz nett anzusehen, wird hier der düstere und brutale Bösewicht Black Adam aus den Comics zum Sympathieträger gemacht. Der Bösewicht des Films ist eine weitere billige CGI-Kreatur und die Handlung geht vor lauter Superhelden-Dauer-Klopperei unter. Black Adam ist der Gegner von Captain Marvel (heute Shazam), der 1945 bei Fawcett Comics seinen Erstauftritt hatte. In den 70ern wechselten die Rechte an der Figur zu DC.  5/5 Punkten

6

Und ich bleibe dabei: Noch kein einziger Film mit The Rock vermochte es, dessen natürliches Charisma, wie er es einst live im Wrestlingring offenbarte, auch nur ansatzweise zu nutzen. Hier kommt noch hinzu, dass DC sich sehr schwer damit tut, eine Trennlinie zwischen Antiheld und Schurken zu definieren. Und weil das Ganze wieder einmal PG-13 ist, geht Black Adam denselben Weg wie vor ihm u.a. Morbius und Venom und darf nicht wirklich heftig zulangen. Das Ergebnis ist dann auch dementsprechend kein fürchterliches, aber doch ein sehr generisches Superkräfte-Getöse rund um einen übel gelaunten Superman-Verschnitt aus der Antike und mit allen Klischees, mit denen dieses Genre behaftet ist (massig CGI, flache Oneliner, Moralpredigten, uralte Prophezeiungen, etc.). Die Justice Society hätte ihren eigenen Film verdient, wird sie aber sicher nicht kriegen, auch weil sie wie die X-Men-Ersatzbank rüberkommt.

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