Review

Wie sehr die schlicht inszenierten Science-Fiction-Filme der 50er nachfolgende Generationen beeinflussten, zeigt sich anhand des vorliegenden Beitrags der Autoren und Regisseure Dan Berk und Robert Olsen. Als anzunehmende Vorbilder dienten „Die Dämonischen“, „Gefahr aus dem Weltall“ und „Invasion vom Mars“.

Das junge Paar Ruth (Maika Monroe) und Harry (Jake Lacy) bricht zu einer ausgiebigen Rucksacktour in den Wäldern am Rande der nordwestlichen Pazifikküste auf. Noch ahnen sie nicht, dass vor kurzem eine außerirdische Entität im Wald gelandet ist, welche den Zusammenhalt des Paares auf perfide Weise zu brechen versucht…

Die Geschichte läuft nach einiger Zeit Gefahr zum Langweiler zu mutieren, da die Einführung zuviel Normalität beinhaltet und kaum böse Vorzeichen sendet. Sie ist, wodurch auch immer, traumatisiert, schluckt Pillen und wirkt latent unnahbar, während er zwar wohlwollend auftritt, jedoch auch seine Launen hat. Astreine Sympathieträger sind das nicht, obgleich ein klassischer Heiratsantrag durchaus mit einer Panikattacke quittiert werden kann.

Als in einem Höhlenvorsprung eine zähe blaue Flüssigkeit gefunden wird, nimmt das Geschehen endlich Fahrt auf und es kommt zu einigen leicht überraschenden Wendungen.
Leider verspielt die Handlung daraufhin eine Menge Potenzial, da sie phasenweise fast ins Komödiantische abdriftet, was rein gar nicht zum leicht surreal angehauchten Grundton passt.
Auch das Finale lockt mit einer ausbaufähigen Idee, die leider viel zu überhastet abgehandelt wird, um letztlich mit einem vermeintlichen Cliffhanger zu schließen.

Dadurch entsteht der Eindruck einiger unausgereifter Ideen, die schlicht nicht vertieft wurden, was auch das Beispiel zweier Randfiguren zeigt. Mit Konzentration auf das Wesentliche hätte der Stoff recht gut für einen Kurzfilm getaugt, so wirkt er, trotz einer kurzen Laufzeit von rund 80 Minuten über weite Teile unausgereift.

Dagegen können die tauglichen Mimen kaum anspielen, zumal die Figuren nicht allzu viel hergeben, wonach Maika das Würstchen macht und Jake kaum mehr als austauschbaren Senf dazu gibt. Immerhin liefert die Kamera einige stilvolle Waldimpressionen und die Handvoll Gewalteinlagen eher harmloser Natur sind ebenfalls passabel in Szene gesetzt.
Die wenig originelle Geschichte punktet zwar mit kleinen Wendungen im Mittelteil, doch danach weiß sie scheinbar weder ein noch aus, was keinen allzu überzeugenden Gesamteindruck hinterlässt.
4,5 von 10
 

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