Regisseur Jaume Balaguerós hat zwei Meilensteine des Horrorkinos (mit)zuverantworten (REC, REC2), einige sehr stimmungsvolle Grusler inszeniert (LOS SIN NOMBRE, DARKNESS), aber auch einige Durchschnittsware sowie echten Mist wie REC4 fabriziert. VENUS gehört definitiv nicht in die erste Kategorie.
Eine Gogo-Tänzerin klaut Drogen, ein paar Gangster sind hinter ihr her und man trifft sich in einem verfluchten Hochhaus. Gähn.
Leider ist die Umsetzung genauso einfallslos wie die Story, denn die Stimmung wird hier hauptsächlich mit offensichtlichen Traumsequenzen, klischeehaften Jumpscares und schlechten Computertricks gemacht.
Erst gegen Ende präsentiert das Drehbuch dann doch noch eine überraschende Wendung, die allerdings so derart aus dem Nichts kommt, dass wir in den letzten 30 Minuten einen völlig anderen Film sehen und der Standardspuk sich zur Goregroteske wandelt. Das ist zwar dann deutlich unterhaltsamer, aber eben auch komplett ballaballa.