Review

First Blood (and Gold)

Auf den ersten Blick wirkt Jalmari Helanders Nazigold-Actioner wie ein weiterer Tarantino-Klon. Doch an dem orientiert sich SISU nur formal, mit seinen (immer mitgenommener gestalteten) Kapiteltiteln. Die hauptsächliche Inspiration findet der Film bei Sergio Leones „Man with no Name“ Trilogie und FIRST BLOOD, dem ersten (und einzig guten) Rambo-Film.

Stoisch wie Eastwood, gnadenlos wie Stallone und einfallsreich wie Indiana Jones kämpft sich Jorma Tommila (immerhin schon 63!) durch Lappland, wobei der Film durch seine Location und seinen gereiften wortlosen Hauptdarsteller trotz allem eine ganz eigenständige Atmosphäre schafft.

Die Story ist zwar minimal, jedoch nutzt Helander (RARE EXPORTS, BIG GAME) das reduzierte Setup für mehrere starke Set Pieces – im Minenfeld, unter Wasser, in, auf und unter LKWs und Panzern sowie an Bord eines Frachtflugzeugs.

Die klare und knallharte Inszenierung macht aus SISU einen Action- und Spannungsfilm, der es mit den Vorbildern zwar nicht ganz aufnehmen kann, ihnen aber schon verdammt nahe kommt.

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