Review

2 Filme in einem - willkommen bei "A wounded fawn". Eigentlich wurde schon von meinem Vorredner fast alles zu diesem Film gesagt, was es zu sagen gibt. Trotzdem noch ein Statement von mir. 

Es hätte wirklich so gut werden können: Man hat 2 fähige Darsteller, ein abgelegenes Haus im Wald, einen coolen 70er Look und einen spannenden Aufbau der Story. Bruce lernt Meredith kennen. Beide wollen ein Wochenende in seinem abgelegenen Haus verbringen. Was Meredith allerdings nicht weiß: Bruce ist ein Serienkiller, dessen dunkle Seite immer dann zum Vorschein kommt, wenn er eine riesige Gestalt mit Eulenkopf sieht. 

Das ist im Groben die Story, und die funktioniert auch deswegen so gut, weil immer wieder kleine Jump Scares eingebaut werden und man sich fragt, wann Bruce wohl vorhat, wieder zuzuschlagen. Irgendwann ist es dann soweit, aber er unterschätzt Meredith...

Das ist dann der Punkt, an dem "A wounded fawn" mal so richtig abdreht: Faust`sches Theater gefällig? Bitte. Noch ein bisschen Dante? Aber sicher. Tanz der Teufel 2? Nehmen wir auch eine Prise. Dann rühren wir alles in einem Topf zusammen und schauen mal, was dabei rauskommt. Aha - ein Satz mit X!

Nach der wirklich gelungenen knappen Stunde sitze ich kopfschüttelnd vor dem Fernseher und weiß nicht, was ich da gerade sehe. Wir befinden uns augenscheinlich im Kopf des Killers (genau, das ist der Zusatztitel), und da geht einiges ab. Verfolgt von seinen Opfern hetzt er wahlweise durch den Wald, wieder ins Haus, kämpft mal kurz mit einem Kaminrohr (Hallo Evil Dead 2) und seinen inneren Dämonen. Da kommt man sich fast vor wie in einem Schultheater, so platt und billig wird der Streifen plötzlich. Buße, Schuld, Reue, Sühne - alles drin. Oberflächlich und gänzlich ermüdend. Das Schlussbild, welches noch schön in die Länge gezogen wird und noch während der Credits läuft, hat mich auch schon bei "Strange Darling" genervt, denn es hat absolut keinen Mehrwert. 

Erste Hälfte 7,5/10 Zweite Hälfte 3/10 macht abgerundet 5 Punkte. Da warte ich lieber auf "Heart Eyes", den nächsten Horrorfilm des Hauptdarstellers. 

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