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Mittlerweile hat man sich als Filmfan daran gewöhnt, dass jedes Jahr ein neuer Film erscheint der angeblich der blutigste und brutalste aller Zeiten sein soll. Sei es jetzt das Evil  Dead-Remake oder der neuere The Sadness. Auch Project Wolf Hunting wird mit einem ähnlichen Anspruch (angeblich 2,5 Tonnen Kunstblut) beworben. 


Inhalt: Ein Haufen koreanischer Verbrecher, die sich auf den Philippinen versteckt haben sollen nach Korea ausgeliefert werden. Damit das ganze diskret abläuft werden die Gefangenen auf einem Frachtschiff einquartiert. Natürlich schaffen die Gefangenen es sich zu befreien und die meisten der an Bord befindlichen Polizisten zu massakrieren. Allerdings wird zufälligerweise auf dem Schiff auch ein sedierter, genetisch veränderter Supersoldat transportiert der aufwacht und einfach jeden kalt mach der Ihm über den Weg läuft.

Korea ist zwar für Thriller härterer Gangart bekannt bis auf ein paar Ausnahmen aber nicht gerade für Horror/Splatter-Filme. In diesem Streifen hat man allerdings das Gefühl, dass man versucht die letzten Jahre in einem Film zu kompensieren. Über die komplette Dauer von 2 Stunden (Laufzeit d. amerikanischen BluRay) wird dem Betrachter eine Schlachtplatte der Marke extrablutig geboten. Die Effekte sind dabei ganz ordentlich gemacht tendieren aber teilweise zu den übertriebenen Blutfontänen aus Kill Bill. Daher auch die eingangs erwähnte Menge an Kunstblut.
Die Schauspieler machen Ihre Sache ganz ordentlich, dürfen aber leider nur eindimensionale Charaktere spielen von denen die meisten sowieso nach kurzer Screentime draufgehen. Anfreunden sollte man sich daher mit niemandem. Insgesamt hat mir irgendwie eine zentrale Hauptfigur gefehlt. Stattdessen wird zwischen mehreren Gruppen immer hin und her geswitcht. 
Die Story ist dabei so kompakt das sie auf einen Bierdeckel passen würde und macht nicht immer Sinn z.B. wird nicht erklärt warum der Supersoldat fast unbewacht auf dem Kahn transportiert wird. Zudem werden von den Gefangenen und Polizisten mehrere Gelegenheiten verpasst selbigen einfach abzuknallen, oder es zumindest mal zu versuchen.    

Fazit: Harter Splatterfilm thematisch irgendwo zwischen The Raid und The Terminator. Einen blutigeren Film wird es dieses Jahr bestimmt nicht mehr geben. Was Story und schauspielerische Leistungen angeht allerdings eher Durchschnitt. Das offene Ende und der Hype machen einen 2. Teil wahrscheinlich.  

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