Eines gleich vorweg: "Shocker" ist ein zurecht verschmähtes Werk des Horrorspezialisten Wes Craven. Da gab es vier Jahre später von Rachel Talalay (die mit Craven an der "Nightmare"-Reihe arbeitete) einen ähnlich gelagerten, aber deutlich aufregenderen Beitrag namens "Der Killer im System".
Jonathan Parker träumt vom Massenmörder, der eine Kleinstadt in Atem hält. Durch seine Hinweise wird der TV-Techniker Horace Pinker verhaftet und auf dem elektrischen Stuhl gegrillt. Doch mit der Hinrichtung beginnt der Horror erst richtig ...
Wes Craven hatte seine guten Einfälle wohl daheim vergessen, als er zum ersten Drehtag erschien. Statt dessen dachte er, Altes für Neues zu verkaufen wäre die bessere Idee. Weit gefehlt!
Ständig stößt man auf Parallelen früherer Craven- bzw- Genre-Filme. Die Träume gab es in "Nightmare" und Körpertausch in "The Hidden". Nur die beiden anderen Werke waren da deutlich besser! Auch der Killer hat wenig Charisma und wirkt eher wie eine dämliche Schießbudenfigur, die zwar Gesetzeshüter im Dutzend erledigen kann, mit einem College-Jungen aber so ihre Schwierigkeiten hat.
Ein Pluspunkt an Cravens Werk ist die Tatsache, dass viel Action über den deutlichen Spannungsmagel hinwegtrösten kann und dafür sorgt, dass die Fantasy nie langweilig wird. Das herrlich überdrehte Finale ist ebenfalls nicht schlecht, auch wenn die Tricktechnik wie von vorgestern wirkt.
Fazit:
Mehr Pflicht als Kür vom Meister des Horrors! Warum "Shocker" ab 18 und obendrein indiziert ist, ist mir ein Rätsel! Wenig Blut, wenig Spannung - und zum Glück keine Längen. So rettet sich "Shocker" gerade noch auf 6/10 Punkten.